Bild: Western Digital & PE

[ TEST ] WD BLACK P50 – Mobile SSD perfekt für die Next-Gen-Konsolen

Bereits vor zwei Jahren verkündete Western Digital seinen Vorstoß in den Gaming-Sektor. Auf der Gamescom 2019 teaserte der kalifornische Hersteller für Speicherträger an, dass man schon bald eine gut ausgewählte Palette aus Festplatten, Game-Docks und portablen SSDs anbieten möchte, die speziell für die Bedürfnisse von Games und Konsolen zugeschnitten sind.

In den ausklingenden Monaten des Jahres 2020 hatte Western Digital, oder kurz WD, die Linie erneut erweitert und NVMe- und interne Laufwerke hinzugefügt. Zu den neuen Flachschiffen zählt auch die WD BLACK P50, die wir euch hier vorstellen möchten.

Werbetrailer von WD

Design & Verarbeitung
Schick und Robust

Optisch präsentiert sich die mobile SSD in einem sehr modernen Look. Das flache Aluminiumgehäuse ist glänzend schwarz lackiert und wirkt in seiner Aufmachung ein bisschen so, als wäre sie aus einem Science-Fiction-Film entsprungen. Zudem erfüllt Aluminiumgehäuse den praktischen Vorteil, dass es die Betriebswärme im Inneren zuverlässig ableitet und das empfindliche Innenleben vor Stoßschäden schützt. Das Gehäuse macht einen sehr stabilen und hochwertig verarbeiteten Eindruck.

Mit einem Gewicht von lediglich 115 Gramm ist sie deutlich leichter als ein Smartphone und mit ihren Abmessungen von 14 mm Bauhöhe, 118 mm Tiefe und 62 mm Breite passt das gute Stück problemlos in jede Tasche.  Die P50 wird derzeit in den Speichergrößen 500 GB, 1 TB, 2 TB und 4 TB angeboten. Gewicht und Maße sind bei allen Speichergrößen identisch. Die Unterseite der SSD ist mit Gummifüßchen gedämpft. Außerdem finden wir hier Informationen über das Laufwerk und einen QR-Code, der die Modellnummer angibt. Der USB-C-Anschluss befindet sich auf einer Seite des Laufwerks.

Die Optik erinnert ein wenig an die robusten Übersee-Container

Handhabung & Leistung
Eine Super flotte SSD

Die Äußerlichkeiten sind so weit geklärt. Wie sieht es mit den inneren Werten aus? Das Geheimnis der WD BLACK P50 ist ihre Geschwindigkeit. Dank aktueller USB 3.2 2×2-Konnektivität können Daten mit bis zu 20 GB/s verarbeitet werden. Das macht es für Konsolen- und PC-Spieler gleich doppelt interessant. Heutige Gaming-Hardware legt die Prioritäten klar in Richtung super-schneller Datenverarbeitung. Die PS5, XBOX Series S/X und moderne PCs müssen immer größere Datenmengen immer schneller verarbeiten. Gleichzeitig verlagert sich der Spielekonsum immer stärker in die digitale Welt. Immer häufiger werden Spiele gedownloadet, statt auf Disc gekauft. Dafür braucht es letztlich auch mobile Speicher, die flott genug sind, um da mithalten zu können.

Selbstverständlich haben wir die P50 auch einem Test unterzogen und dabei festgestellt, dass wir gar nicht über die aktuellsten USB 3.2 2×2 Anschlüsse mit 20 GB/s Datenverarbeitung verfügen. Das ist aber die Grundvoraussetzung, um die Datenübertragung von 2000 MB/s erreichen zu können. In unserem Rechner haben wir nur USB-Anschlüsse verbaut, die 10 GB/s schaffen. Das entspricht derselben Geschwindigkeit, die uns auch die PlayStation 5 bietet. Ein Betrieb an der Xbox Series S/X darf gerne als „Perlen vor die Säue werfen“ bezeichnet werden, denn Microsoft verbaute nur 3.2 USB-Anschlüsse der 1. Generation mit einer maximalen Geschwindigkeit von 5 GB/s.

Unser Test offenbart die Leistung an eines unsere 10 GB/s USB-Anschlüsse, der minimal bessere Werte als bei der ADATA SE770G abliefert. Da Western Digital uns in der Vergangenheit nie enttäuscht hat, was die Angaben zur Geschwindigkeit betreffen, vertrauen wir hier dem Hersteller mit vollem Herzen. Vielleicht kommt eines Tages eine Zeit, in der Mainboards Geschwindigkeiten jenseits der 10 GB/s auch an den verfügbaren Anschlüssen liefern.

Doch wir haben den Test deshalb nicht abgebrochen und die WD P50 an die PlayStation 5 angeschlossen. Da Sony bisher keine interne erweiterbare Festplatte anbietet, wir aber mehr Speicher benötigen, um auch unsere PS4-Spiele weiterhin zocken zu können – Es können auch PS5-Spiele ausgelagert werden – stöpselten wir die SSD-Festplatte an Sonys PlayStation 5 und „überspielten“ unsere PlayStation 4 Games auf die externe Festplatte. Hier weisen wir darauf hin, dass nur die rückseitigen USB-Anschlüsse und der frontseitige USB-C-Anschlüsse mit Geschwindigkeiten von 10 GB/s ausgestattet wurden. Der frontseitige USB-A-Anschluss schafft nur 5 GB/s und erreicht nur die Leistung der Xbox Series S/X.

Unser Verschieben der PlayStation 4 Games mit einem Datenvolumen von 320,4 GB erfolgte binnen von nur 30 Minuten. Das kann sich auf jeden Fall mehr als nur sehen lassen. Externe HDD-Festplatten benötigen rund das 10-fache an Zeit, die aufgrund ihrer riesigen Speichergröße und den niedrigen Preisen noch immer sehr beliebt bei PC-Spielern sind. Wer einmal die Geschwindigkeit einer NVMe SSD wie die WD BLACK P50 in Aktion erlebt hat, möchte sich nicht mehr mit alten HDD-Festplatten herumärgern.

Obwohl wir nun unsere PS4-Spiele auf der externen Festplatte zum Laufen bringen, ist das kein Abbruch im Vergleich zu Sonys interner Festplatte, denn viele Spiele sind für derartige Ladezeiten gar nicht ausgelegt worden. Der Unterschied, ob nun extern oder intern, kann kaum wahrgenommen werden. Der Unterschied zwischen der P50 und einer handelsüblichen HDD-Festplatte zeigt sich hingegen aber deutlich!

Fazit
Perfekt als Speichererweiterung für PS5 und XBOX

Schnell, schneller, NVMe-SSD! Die P50 von WD macht präsentiert sich äußerlich sehr schick und sorgt mit ihrer äußerst robusten Bauweise dafür, dass unsere Daten selbst nach einem fießen Sturz nicht ins Nirwana verschwinden. Gleichzeitig ist das Gehäuse kleiner und leichter als ein handelsübliches Smartphone, was die SSD zum perfekten mobilen Begleiter macht. Mit dem USB 3.2 2×2 Anschluss liefert die P50 nicht nur mächtig flotte 20 GB/s Datenverabreitungsrate, sie hält zudem auch wirklich ihr versprechen ein und erfüllt ihre Aufgabe als zuverlässige und schnelle Speichererweiterung, die gerade den begrenzten Speicherplätzen der PS5 und XBOX Series S/X zugutekommt.