Hardware Test

[ TEST ] YAMAHA MCR-N570D – Die Lösung gegen musikalische Langeweile

Yamaha – Das ist ein Markenname der auf vielen Produkten, die entweder mit Strom oder Benzin betrieben werden, zu finden ist. Und da unser Redakteur auf der Suche war, eine Anlage zu finden damit die alten CDs mal wieder gehört werden können, lag es nah, eines der Hifi-Systeme aus dem Land der aufgehenden Sonne zu testen. Willkommen zu unserem Test der Yamaha MCR-N570D Kompaktanlage.

Die Geschichte von Yamaha begann, als der Gründer, Torakusu Yamaha, 1887 eine kaputte Zungenorgel reparierte. Kurz darauf schuf er die erste Zungenorgel, die jemals in Japan gebaut wurde. Seitdem produziert Yamaha weiterhin hochwertige Produkte, indem es traditionelle Handwerkskunst mit fortschrittlicher Digitaltechnologie verbindet. Die Klangqualität eines Yamaha-Musikinstruments spiegelt das langjährige technische Know-how und die handwerkliche Kompetenz des Unternehmens wider. Yamaha ist dafür bekannt, Musikinstrumente zu bauen. Auch im Heimkinobereich, sowie in der Herstellung von Motoren, konnte sich Yamaha einen Namen machen. So nimmt Yamaha mit dem Fahrer Valentino Rossi (9-facher Motorradweltmeister) an der MotoGP teil und stattete von 1988 bis 1997 Formel 1 Teams mit Motoren aus.

Ausstattung
So wenig kann doch so viel sein

Die Kompaktanlage MCR-N570D besteht aus der ersten Komponente mit der kryptischen Bezeichnung NS-BP 182. Dahinter verbergen sich zwei je 3 Kilogramm leichte Typ 2-Wege Bassreflex-Lautsprecher, die nicht magnetisch geschirmt sind. Die Lautsprechereinheiten haben weiße 12 Zentimeter große Konustieftöner und 3 Zentimeter große, weiche Hochtöner. Die Abmessung der Boxen sind mit ihren Maßen von 154x273x230 Millimetern sehr platzsparend konzipiert. Nicht zu vergessen, sind die jeweils 2 Meter langen Lautsprecherkabel, die natürlich im Lieferumfang enthalten sind.

Die zweite Komponente ist der aus gebürstetem Aluminium bestehende Netzwerk-CD-Receiver CRX-N470 D mit einer Abmessung von 270x110x330 Millimetern und einem Gewicht von 2,5 Kilogramm. Die dazugehörige Fernbedienung ist in silberner Farbe gehalten. Desweiteren gibt es eine Kurzanleitung, um die Anlage auf dem schnellsten Wege bedienen zu können. Möchte man aber hinter all die Geheimnisse dieser Kompaktanlage kommen, sollte man auf jeden Fall unter dem Yamaha Link die komplette Anleitung herunterladen. Diese hat gerade mal 25 Megabyte und lässt mit ihrer 55 Seiten-PDF-Datei keine Fragen offen.

Das war natürlich nur der erste Blick, denn was diese Anlage alles unter ihrer kleinen Haube hat, kann sich wirklich sehen lassen. Ihr habt jede Menge Wege um Musik über den Receiver abspielen zu lassen. Da wären zum einem der CD-Spieler der alle CD-Formate, sei es Audio oder MP3, ohne Probleme wiedergibt. Weiter geht es mit dem Digitalradio. DAB / DAB-Plus und auch normales FM-Radio kann über die Kompaktanlage gehört werden. Kommen wir nun zu den Audioquellen die in der heutigen Zeit wohl am meisten genutzt werden. Zum Einen wäre da Bluetooth, mit dem Ihr den Receiver mit jedem Bluetooth fähigen Gerät koppeln könnt. Natürlich lassen sich auch Streamingdienste wie zum Beispiel Spotify problemlos nutzen. AirPlay, das Euch Musik-Streaming vom Mac, PC, iPod, iPhone oder iPad ermöglicht und natürlich auch das Yamaha Multiroomsystem MusicCast darf man nicht vergessen. Einmal in das Heimnetzwerk eingebunden, könnt Ihr natürlich auch eure Musikdateien von eurem PC/Laptop über die Kompaktanlage geniessen.

Unser Redakteur, dessen letzte gekaufte Anlage gute 20 Jahre alt war, wurde von der Vielfalt der Musikquellen auf den ersten Blick erst einmal erschlagen, erholte sich aber recht schnell und fand sich mit der Zeit dann auch gut zurecht in der großen Auswahl und war mehr als begeistert.

Hat man mal die Fernbedienung nicht zur Hand, kann die Anlage übrigens auch sehr komfortabel über die Yamaha Music Cast App per Handy gesteuert werden.


Optik, Handhabung, Bedienung
Schlicht, aber mit Stil

Die Optik dieser Anlage ist in ihrer Gesamtheit mehr als ansprechend. Das Display des Receivers ist, auch aus einiger Entfernung, gut ablesbar. Die Lautsprecher sehen auch ohne die magnetisch haftenden Blenden schon fast besser aus als mit Ihnen, was wohl auch an den weißen Tieftönern liegt, die einen schönen Kontrast zu den in schwarzem Klavierlack gehaltenen Lautsprechern mit ihren abgerundeten Ecken bilden. Die Lautsprecher stehen auf jeweils drei gut absorbierenden Standfüßen, außerdem bieten die Gehäuse die sogenannte Yamaha VCCS-Technologie (Vibration Control Cabinet Structur). Dahinter verbirgt sich eine Technik, die Vibrationen der Verbundteile durch speziell platzierte Bauteile unterbindet.

Die Front des Receivers wirkt mit seinen gerade mal sieben Knöpfen sehr aufgeräumt und übersichtlich, aber selbst diese Knöpfe wird man, dadurch das man alles auch per App oder Fernbedienung steuern kann, eher selten bedienen. Der USB-Anschluss ist leider an der Front eingebracht und mit eingestecktem USB Stick stört dies doch die einheitliche Optik. Auf der Rückseite des Receivers finden wir die Anschlüsse für Aux, Wlan und FM (Radio) Antenne. Wer kein Wlan benutzen möchte, für den hat Yamaha auch an eine Netzwerk Buchse gedacht. Natürlich sind auch die Lautsprecher-Anschlüsse auf der Rückseite zu finden, sowie der Anschluss für einen Subwoofer.

Kommen wir nun zur Bedienung, die sich durch die acht-sprachige mitgelieferte Kurzanleitung nach dem Auspacken erst einmal recht einfach gestaltete. Die Kabel der Lautsprecher sind in Minuten angebracht, nach dem Installieren der MusicCast App und der Setup Einrichtung ist der Receiver fix im Lan/Wlan präsent und kann nun komfortabel gesteuert werden.
Per USB angehörte Lieder werden in der App (sofern vorhanden) inklusive Cover angezeigt, auch am Display sieht man immer den kompletten Titel. Merkwürdigerweise lassen sich Musikstücke über die App nicht vorspulen, nur ein Sprung zum nächsten Lied ist möglich. Wenn man aber wiederum Songs per CD oder vom PC anhört, funktioniert das Vorspulen per App ohne Probleme. Bis zu 30 Radiosender (DAB/FM) lassen sich über die App oder Fernbedienung speichern, bei Internetradiosendern sind es sogar 40!
Da die Kompaktanlage im heimischen Netzwerk integriert werden kann, lässt Sie sich über den Browser in diversen Einstellungen wie zum Beispiel Firmwareupdates bearbeiten.

Ein kurzer Blick auf die etwa 20 Zentimeter lange, im Gegensatz zur schwarzen Anlage, in silber gehaltenen Fernbedienung, erschlägt uns auf den ersten Blick erst einmal mit einer Menge an Knöpfen. Hat man sich diese aber erstmal, in Verbindung mit der kompletten Anleitung der MCR-N570D in Ruhe betrachtet und damit befasst, ist sie doch nicht mehr so verwirrend und kann schnell und intuitiv genutzt werden. Extra zu erwähnen sind die drei Favoriten-Tasten, dort kann man, wie der Name schon sagt, seine drei Favoritensender für (Internet) Radio speichern und damit sind diese dann auch schnell erreichbar.


Klangbild
Klein aber Oho

Die NS-BP 182 2-Wege-Bassreflex-Boxen haben, dafür das Sie doch relativ unscheinbar und klein daher kommen, einen ausserordentlich guten, kraftvollen und klaren Klang. Höhen, Mitten und Tiefen sind gut abgestimmt, man kann diese aber auch über die MusicCast App selbst nach eigenem Geschmack einstellen. Die Lautstärke lässt sich von 0 bis 60 aufdrehen. Alles über Volume 50 ist aber übertrieben und ärgert uns und bestimmt auch den Nachbarn, denn die Lautsprecher sind dann aber doch überfordert und übersteuern die Musik zu sehr.
Damit die diversen Netzwerkquellen mit der besten Qualität wiedergegeben werden können, wurde im Receiver ein effizienten Digitalverstärker ausgerüstet, der für geringe Verzerrung und hohe Klangreinheit sorgt. Hochwertige Kondensatoren und Filter wurden aufgrund von ausführlichen Hörproben ausgewählt, um dem Hörer die beste Qualität zu bieten.

Auf dem Papier liest sich das ja immer sehr imposant, aber erst der Praxistest bringt Licht in das technische Dunkel und hier konnten wir wirklich keinen Grund finden nicht weiterhin begeistert zu sein. Wir haben uns aus diversen Quellen von Live-Auftritten (Mittendrin statt nur dabei) bis zu basslastigen Technostücken (warum hämmert der doofe Nachbar nicht im Takt an die Wand?) viele Tracks angehört und waren mit dem Sound mehr als zufrieden.
Wenn man nicht gerade einen Saal mit der Anlage beschallen möchte, sondern ein, nehmen wir mal als Mittelmaß, 30-Quadratmeter Zimmer, der hat mit der Yamaha Anlage auf jeden Fall ausgesorgt und jeder Winkel des Raumes (und auch darüber hinaus) wird mit klarem Sound beschallt. Ein, wie schon weiter oben kurz angedeutet, zusätzlicher Subwoofer kann an den Receiver angeschlossen werden, um auch den letzten Winkel des Raumes mit musikalischem Druck zu füllen.
Man bekommt mit dieser Kompaktanlage natürliche, lebendige und unverfälschte Klangfarben die unsere Ohren je nach Musikstück Lebendig und druckvoll erreichen.

In der Übersicht nochmal die technischen Details :


Fazit
Jederzeit empfehlenswert

Auch wenn die MCR-N570D Kompaktanlage aus dem Hause Yamaha nun schon einige Jahre auf dem Markt ist, braucht Sie sich mit ihrem edlen Design, der Funktionsvielfalt und dem klaren Klang nicht zu verstecken und hat zurecht nach ihrem Erscheinen einige Preise einheimsen können.
Egal ob Streamingdienste, Alexa, oder Musik über das heimische Netzwerk (um nur einige Quellen zu nennen), alles wird schnell erkannt und unkompliziert abgespielt und dies immer in einem Top Klang, was man der kleinen Anlage erstmal gar nicht so zutraut. Auch wenn der Anschaffungspreis, auch nach all den Jahren, immer noch relativ hoch ist, er ist gerechtfertigt und jeden Cent wert.

 

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