Verbessertes Entertainment-Audio: Creative Sound Blaster Z SE im Test

Wer heutzutage ein PC sein Eigen nennt oder dabei ist sich einen PC aufzubauen, der erhält über das Mainboard in vielen Fällen einen On-Board-Sound. Doch nicht immer erreicht dessen Klangqualität die gehobenen Ansprüche der Gamer. Wir haben die Hochleistungs-PCI-e Soundkarte und DAC für Gaming und Unterhaltung Creative Sound Blaster Z SE für euch getestet. Aktuell ist die Soundkarte zu einer UVP von 99,99 Euro erhältlich. Schnäppchen-Jäger können derzeit bei amazon.de noch 10 Prozent sparen.

Die Sound Blaster Z SE ist eine „Sonder-Edition“ zur bestehenden Z-Soundkarte und bringt technisch gesehen keine Änderungen mit sich. Der Unterschied offenbart sich nur in der Software, da wir nun auf 11 Voreinstellungen in der zugehörigen Software für das Mikrofon zurückgreifen können. Auch scheint es, dass nun das „Bullauge“ auf der Karte selber nicht mehr beleuchtet ist. Zudem wird das Sound Blaster-Mikrofon mit Beamforming nicht mehr beigelegt. Hier stellt sich schon die Frage, ob die Sound Blaster Z SE als „Sonder-Edition“ gesehen werden kann und einem Mehrpreis von 10 Euro gerecht wird. Wer bisher keine Extra-Soundkarte in seinem PC verwendet hat, dem wird die Entscheidung schon schwer gestaltet – Braucht man das externe Mikrofon oder greift man letztendlich nicht doch auf sein Headset oder Streaming-Mikrofon zurück und profitiert von den Voreinstellungen?

Die Sound Blaster Z SE präsentiert sich als wahrer Eyecatcher, denn sie wurde in ein rotes Metallic-Kleid gehüllt und gewährt uns mit ihrem „Bullauge“ einen Blick auf das Herz – Sound Core 3D Audioprozessor. Der Einbau gestaltet sich sehr einfach und mit nur wenigen Handgriffen hat die Sound Blaster Z SE in eines unserer PCI-e-Steckplätze ihren Platz gefunden. Eine separate Stromversorgung, wie bei zahlreichen Grafikkarten, wird nicht benötigt. Leider geht der imposante Auftritt der Soundkarte in handelsüblichen PCs und ihren Mainboards verloren, denn das rote Kleid zeigt nach unten und wir erhalten nur noch einen Blick auf dessen Rückseite. Hier hätte Creative die Soundkarte eventuell gespiegelt bringen sollen, denn in heutigen RGB-beleuchteten PC-Towern kann die Soundkarte sich optisch nicht in Szene setzen.

Nach dem Einbau erkennt der PC und Windows die Sound Blaster Z SE automatisch und die notwendigen Treiber können auch von der Creative-Webseite bezogen werden. Neben der Treiber-Software erhalten wir auch die Bedien-Software, welche neben dem Sound Core 3D Audioprozessor ebenfalls als Herzstück gesehen werden kann. Gegenüber einigen anderen Windows-Programmen arbeitet die „Sound Blaster Command“ Software mehr Hintergrund und zeigt sich zum Start eines PCs nicht – Das beschleunigt den Start und das Hochfahren eines Computers. Obwohl eine Soundkarte die primäre CPU in einem Computer entlastet, da dieser die Audioverarbeitung nicht mehr übernehmen muss, sollte mit einem höheren Arbeitsspeicher-Verbrauch gerechnet werden. Creative gibt diesen mit einem Gigabyte RAM an. Wer also gerade 8 GB RAM in seinem Rechner verbaut hat, sollte vorab über eine Aufstockung des Arbeitsspeichers nachdenken.

Technik

Ein wahres Kraftpaket

Obwohl unser MSI MAG X570 Tomahawk Mainboard über einen 7.1 Kanal-On-Board-Realtek ALC1200 Sound verfügt, kann dieser nicht unseren gehobenen Ansprüchen gerecht werden. Das scheint anfänglich noch als ausreichend bezeichnet werden zu können, aber gerade im Hi-Res und audiophilen Bereich wollen wir doch unser 600 Ohm-Headset nutzen und auch die Musik im Home-Office unverfälscht und ehrlich erleben, wie sie der Streaming-Anbieter uns zu Füßen legt. So lässt sich sagen, dass an einem Mainboard, Headsets und Kopfhörer mit einer Impedanz von maximal 32 Ohm betrieben werden können und auf eine Lizenzierung von DTS und Dolby Digital verzichtet werden muss. Sicherlich sind Klangqualitäten bei einer Abtastrate von bis zu 192 kHz möglich, beschränken sich aber größtenteils auf den SPDIF-Ausgang und hören letztendlich dann doch bei 96 kHz auf. Von einer durchdachten Software zur Klangpersonalisierung muss abgesehen werden. Hier punktet die Sound Blaster Z SE schon im ersten Ansatz.

Die Sound Blaster Z SE bietet zahlreiche Anschlüsse und es kann über die beiden SPDIF-Buchsen der Klang eingespeist und wieder ausgegeben werden. Wer mag, dem stehen mit den 3,5 mm TRS-Klinke-Anschlüssen weitere Möglichkeiten zur Seite. Hier lassen über ein Y-Kabel das Headset, Kopfhörer, Mikrofon oder weitere Boxen anschließen. Über die Software können die Anschlüsse zudem sauber definiert werden. Der Mehrkern-Audioprozessor Sound Core3D übernimmt die komplette Audioverarbeitung, ohne die primäre CPU zu belasten, was wiederum zu einer erhöhten Leistung des Computers führt. Der Sound Core 3D Audioprozessor liefert uns einen Rauschabstand von 116 dB, eine Audio-Klangtreue von bis zu 24-bit / 192kHz wobei der SPDIF hier technisch auf 96 kHz eingeschränkt wird – Mehr kann an Daten nicht über ein optisches Kabel übertragen werden – ASIO 2.0, die Audiotechnologien: SBX Pro Studio, CrystalVoice, Scout Mode, DTS Connect-Codierung und Dolby Digital Technology. Der integrierte Kopfhörerverstärker lässt einen Kopfhörer und Headsets mit einer Impedanz von 600 Ohm nutzen.

Software – Sound Blaster Command

Umfangreich aber übersichtlich

Die treibende Kraft der Sound Blaster Z SE ist die Software, die uns sämtliche Einstellungen in der Audioausgabe personalisieren lässt. Wie es sich für die Sound Blaster Command Software gehört, spiegeln gerade die Einstellungen im Bereich Audioeingabe, also hauptsächlich das Mikrofon, die positiven Vorteile einer Soundkarte hervor, denn was bringt einem das beste Mikrofon, wenn die Software die Sprachqualität nicht verarbeiten kann. Mit der Sound Blaster Z SE erreichen wir Sprachqualitäten von 24 bit bei 96 kHz. Das darf gerne als herausragend bezeichnet werden!

Ideal für jeden Content-Creator

Die Sound Blaster Command Software ist so gut wie selbsterklärend. In Reitern können wir unterschiedliche Einstellungen vornehmen, welche sich generell nur in der Nutzung zwischen einem Kopfhörer/ Headset und externen Boxen unterscheiden. Wer mag, kann im SBX-Profil auf vorgegebene Soundprofile zurückgreifen, die sogar speziell für Spiele wie Battlefield, Call Of Duty und mehr vorhanden sind. Kombiniert mit dem Scout-Modus hört man dann einfach alles – Noch bevor der Gegner den Spawnpunkt verlässt. Natürlich gibt es auch die grundlegenden Genres von Kino, Konzert, Game oder wir erstellen uns einfach unser eigenes Profil. Die Soundkarte verfügt sogar über einen Encoder, mit dem wir Tonspuren von Dolby Audio und DTS Connect entschlüsseln können und somit ein besseres Klangbild erhalten.

Zahlreiche vorhandene Profile erleichtern die Wahl

Sicherlich bedarf es etwas Zeit, die Soundkarte mit ihrer Software in einen Einklang mit dem PC zu bringen, denn schließlich sollen die Anwendungen in ihrer Ausgabe auch über die Sound Blaster Z SE laufen. Haben wir es gemeistert, was eigentlich kein Hexenwerk ist, ist dessen Bedienung so einfach wie jedes andere Programm auf dem PC.

Fazit

Lohnenswerte Investition

Mit der Sound Blaster SE Z liefert Creative eine Preis-freundliche Soundkarte ab, die allemal einen spürbaren Mehrwert im audiophilen Bereich liefert. Hier können Klangfetischisten für wenig Geld hochwertige 600 Ohm Kopfhörer und Headset am PC nutzen, aber auch gute Mikrofone kommen nicht zu kurz. Wer sehr viel seinen PC als „Entertainment-Maschine“ nutzt, wird seine Investition nicht bereuen. Mit einem Preis unterhalb von 100 Euro kommen jegliche Monitor-Lautsprecher und Headset viel besser zu Geltung und so macht Youtube und Gaming deutlich mehr Spaß – Dank diskretes 5.1/virtuelles 7.1 hebt die Soundkarte jedes Audioausgabegerät auf eine neue Stufe.

CREATIVE Sound Blaster Z SE interne PCI-e Gaming Soundkarte und DAC, 24-Bit/192kHz, 116dB SNR, ASIO, 600Ω Kopfhörerverstärker, Mikrofon EQ, Diskretes 5.1/Virtuelles 7.1, Dolby Digital Live, DTS
27 Bewertungen
CREATIVE Sound Blaster Z SE interne PCI-e Gaming Soundkarte und DAC, 24-Bit/192kHz, 116dB SNR, ASIO, 600Ω Kopfhörerverstärker, Mikrofon EQ, Diskretes 5.1/Virtuelles 7.1, Dolby Digital Live, DTS
  • GLASKLARER KLANG – Freuen Sie sich auf eine beeindruckende Audioqualität mit bis zu 116 dB SNR bei einer Bitrate von bis zu 24 Bit / 192 kHz. Die Soundkarte verfügt außerdem über vergoldete Anschlüsse, eine Lautsprecher-Optimierungstechnik und Kodiermöglichkeiten für digitale Inhalte für beste digitale Audioleistung. In Verbindung mit der ASIO-Unterstützung (Audio Stream Input/Output) liefert der Sound Blaster Z SE Audiosignale mit niedriger Latenz und hoher Klangtreue, auch bei Audioaufnahmen

Viktor Kaczmarek
Seit Anbeginn der Datasette von Computergames begeistert. Spielt alles was sich bewegt und für Atmosphäre sorgt. Nimmt gerne Peripherie unter die Lupe und auch auseinander, es bleiben immer Schrauben übrig. Germany 48.406558, 9.791973