Bild: Digital Devolver

[ VR-TEST ] GORN 2 – die abgedrehte Gladiatoren-Simulation ist wieder da

Nachdem 2017 für PC-VR und 2023 für PSVR2 der erste Teil der „besonderen“ Gladiatoren-Simulation auf den Markt kam, wurde im April 2025 der Nachfolger von Entwickler Free Lives und Publisher Devolver Digital veröffentlicht, den wir uns nur zu gerne für Euch angeschaut haben.

Im Kern sind sich die Entwickler bei Gorn 2 dem Spielprinzip treu geblieben, man spielt wieder einen namenlosen Krieger in einer Gladiatoren-Simulation, die sich auch diesmal, Gott sei Dank, nicht allzu ernst nimmt. Es setzt die überdrehten, übertriebenen Kämpfe mit viel Blut (aber in einem stilisierten, cartoonhaften Stil) konsequent fort.

Wir haben Gorn 2 in der Version 2022.3.60.25597 auf PCVR über die Spieleplattform Steam auf der Meta Quest 3 gespielt. Nach einem Download von 4,4 Gigabyte, und einem Festplattenverbrauch von 4,46 Gigabyte begaben wir uns wieder auf den (spaßigen) Kampf auf Leben und Tod.

Ersteindruck

Alles sehr vertraut

Schon nach wenigen Minuten wird klar: Gorn 2 will, genauso wie sein Vorgänger, kein realistischer Gladiatoren-Simulator sein. Hier fliegen Gliedmaßen, Helme und Holzsplitter wild durch die Luft, während man selbst grinsend in der Arena steht, mit zwei überdimensionierten Streitkolben in den Händen und einem Dutzend Gegnern vor sich.

Auch wenn es bei diesem Spiel eher zweitrangig ist, eine kleine Hintergrundstory gibt es doch, die Grundlage der Geschichte dreht sich darum, sich hochzuarbeiten und die fünf Söhne des Gottes des Jenseits herauszufordern. Jeder Sohn hat seine eigene Arena mit einem einzigartigen Thema, in dem man gegen immer größere und bösartigere Gegner kämpfen und Runden überstehen müssen, um schließlich gegen den Champion dieser Arena anzutreten.
Das Spiel schafft es erstaunlich gut, den typischen Gorn-Charme zu bewahren: grotesk überzeichnete Kämpfer taumeln mit schrägem Humor durch die Arena, und selbst wenn man verliert, bleibt man selten lange frustriert – dafür ist das Chaos zu lustig.

Schon nach wenigen Minuten wird deutlich, wie viel Feinschliff das Team von Free Lives investiert hat, um ein butterweiches, physikbasiertes Kampfsystem zu liefern. Genau das ist auch der entscheidende Grund, warum man dieses Spiel spielt – pure, unverfälschte VR-Action.

Gameplay

Es geht wieder zur Sache

Das Herzstück von Gorn 2 sind – natürlich – die Kämpfe.
Fünf göttliche Reiche bilden die Kampagne, jede Arena hat ihre eigenen Fallen, Gegner und Herausforderungen. Dank über 35 Waffen – von klassischen Schwertern bis hin zu witzig überdrehten Konstruktionen – kommt keine Langeweile auf.

Der Ablauf ist simpel, aber genial: Arena betreten, Feinde überleben, Boss besiegen. Klingt einfach – fühlt sich aber in VR absurd befriedigend an. Das Kampfsystem ist physikbasiert, und die Waffen haben eine abgefahrene „Gummibiegsamkeit“, die den ganzen Wahnsinn noch unterstreicht. Speere und Schwerter knallen solide, biegen sich aber wie Kaugummi – perfekt für slapstickartige Action.

Die Waffen fühlen sich in VR erfreulich unterschiedlich an: Zweihänder sind träge, aber vernichtend, während Dolche oder Peitschen flinke Angriffe erlauben. Die Physik bleibt dabei der heimliche Star. Wenn man den Gegnern buchstäblich das Schwert aus der Hand reißt oder sie mit einem Faustschlag durch die Luft schleudert, fühlt sich das nicht nur befriedigend, sondern auch herrlich albern an.
Am ehesten lässt sich das Spielgefühl mit einer wilden Kissenschlacht vergleichen, aber eben in VR-Form. Jeder Schlag fühlt sich wuchtig und gleichzeitig absurd komisch an – eben typisch Gorn.

Neben der Hauptkampagne warten nach dem Abschluss noch zwei zusätzliche Modi auf Euch: Endless und Custom. Wie der Name schon sagt, könnt ihr euch hier entweder endlos durch Horden prügeln oder eigene Szenarien erstellen. Genau hier liegt auch der Langzeitspaß.
Komfortoptionen wie „Smooth Turn“, Teleport oder Greif-Fortbewegung helfen, Motion Sickness zu vermeiden.

Was man leider vermisst, ist die Implementierung eines Multiplayerparts. Wie spaßig wäre es gewesen gegen Freunde zu kämpfen, warum man dies nicht eingebaut hat bleibt mir schleierhaft

Umfang, Grafik und Sound

Ein gutes Gesamtpaket

Mit Gorn 2 werdet ihr von der Story und unter Berücksichtigung Eures kämpferischen Könnens in gut 3-4 Stunden „durch“ sein, und das meine ich im wahrsten Sinne des Wortes, da es auch hier nicht zu verachten ist das man sich viel bewegen muss und beim Ausholen und parieren stets aufpassen sollte, das man genug Bewegungsfreiraum hat, ansonsten kann es schnell passieren das man gegen einen Schrank, TV oder ähnlichem hauen könnte.
Aber wie schon beschrieben lassen Euch die 2 zusätzlichen Modi immer wieder gerne in das Spiel zurückkommen und eure Spielzeit verlängern.

Die Grafik von Gorn 2 ist klar stylisiert, übertrieben und cartoonhaft – genau passend zum absurden, slapstickartigen Gameplay. Statt auf fotorealistische Details zu setzen, punktet das Spiel mit übertriebenen Proportionen, blutigen Splatter-Effekten und witzigen Animationen, die die physikbasierte Action noch komischer machen. Die Arenen sind detailreich genug, um sich im Kampf zurechtzufinden, aber bewusst schlicht gehalten, damit der Fokus auf chaotischen Kämpfen liegt.

Der Sound von Gorn 2 ist genauso überdreht wie das Gameplay selbst. Jeder Schlag, Stoß oder Wurf knallt absurd wuchtig, Gegner kreischen und stöhnen theatralisch, und die Musik treibt die Kämpfe im klassischen Arcade-Style an. Alles zusammen verstärkt das slapstickartige Chaos und sorgt dafür, dass jede Prügelei sich wie eine Mischung aus Comedy-Show und physikbasiertem Action-Rausch anfühlt.

Fazit

Ein Action-Fest für VR-Spieler

Gorn 2 ist pures, absurdes VR-Chaos, das wieder mit seinem physikbasierten Kampf und dem überdrehten Humor punktet. Die Waffen biegen sich wie Gummi, Gegner torkeln slapstickartig durch die Arenen, und jeder Schlag fühlt sich gleichzeitig wuchtig und lächerlich an – genau das macht den Reiz aus. Tiefgründige Taktiken oder komplexe Combos sucht man vergeblich, aber das braucht dieses Spiel auch nicht.
Grafik und Sound unterstreichen das überdrehte Comedy-Feeling perfekt, die Arenen und Animationen sind stimmig, die Musik treibt die Action an. Wer auf chaotische, VR-taugliche Prügel-Action steht und eine Portion schwarzen Humor zu schätzen weiß, bekommt hier ein Spiel, das jeden Kampf zu einem absurden, spaßigen Erlebnis macht.

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