Werden Video-Spiele bald teurer?

Diese Nachricht dürfte bei vielen Spielern überhaupt nicht gut ankommen. Während der Morgan Stanley Technology, Media & Telecom Conference, an dem Vertreter verschiedener Publisher von Computer- beziehungsweise Videospielen teilnahmen und über die Trends der Zukunft diskutierten, deutete der CEO von Take Two Strauss Zelnick an, dass die Zeit reif sei, um die Preise für Video-Spiele zu erhöhen. Take Two, mit Sitz in New York ist unter anderem Entwickler beziehungsweise Publisher von bekannten Spielen wie Grand Theft Auto, der „Mafia“-Reihe oder Age of Wonders.

Die meisten der AAA-Spiele wie GTA 5, Mafia III, Far Cry oder FIFA 2021 kosten in der Entwicklung in der Regel viele Millionen Euro. Von der Idee bis zum Release dauert es üblicherweise mehrere Jahre. Zelnick argumentierte weiter, dass es schon seit etwa 15 Jahren keine wesentliche Preissteigerung bei den AAA-Spielen gegeben habe, währenddessen die Kosten für die Entwicklung, Produktion und Marketing von Jahr zu Jahr dagegen steigen. Nicht zuletzt: Auch die Spieler seien mittlerweile bereit, einen höheren Preis für die Spiele zu bezahlen.

Was kosten die AAA-Spiele eigentlich?

Der Preis bei den AAA-Computerspielen liegt hierzulande schon seit Jahren bei um die 70 €. In den USA sind es in der Regel 59,99 Dollar. Dafür gelangt der Spieler aber auch in den Besitz des Spiels und kann solange und so viel spielen, wie er will. Wer einen Game Pass für die Xbox oder den PC hat, kann zwar auf eine umfangreiche Bibliothek von Spielen zu einem monatlichen Grundpreis von 10 € zugreifen, die Spiele können indes nur zeitlich befristet gespielt werden und gelangen nicht in den Besitz des Spielers. Beim Game Pass für den PC sind aktuell etwa 100 Titel verfügbar, darunter die Ego-Shooter-Reihen Doom und Wolfenstein, das Action-Rollenspiel Fallout 4 oder Undertale, ein Indie-Rollenspiel.

Kostenlos spielbar sind in der Regel meist nur Browser-Spiele wie Forge of Empires oder Online Casinospiele wie die SkillOnNet Spiele. Bei SkillOnNet Casinos Bewertungen gibt es einen Überblick über die besten Anbieter mit SkillOnNet Slots inklusive dem jeweiligen Bonusprogramm und aktuellen Promotionen. Der Haken ist hier jedoch, dass die Browserspiele, will der Spieler schneller vorankommen oder Geld gewinnen, tatsächlich gar nicht kostenlos sind. Auch bei diesen Spielen muss Geld eingezahlt werden, entweder für In-Game-Käufe bei denen Equipment-Packages erworben werden können oder zum Auffüllen des Spielerkontos für Echtgeldeinsätze an den Slot-Automaten oder beim Online Roulette.

Fadenscheinige Begründung der Entwickler?

Die Forderung nach Preiserhöhungen für die AAA-Videospiele mag sich für den einen oder anderen auf den ersten Blick nachvollziehbar anhören. Die vorgetragene Argumentation de Take two COE ist jedoch nur eine Seite der Medaille. Auch bei Spielen wie GTA 5 wird seitens der Spieler im Spiel viel Geld für In-Game-Einkäufe gezahlt. Im Multiplayer Modus können Spieler „GTA-Dollar“ einkaufen und sich damit viele Vorteile erkaufen oder spezielle Features freischalten. Davon machen die Spieler auch regen Gebrauch und Take Two beziehungsweise RockStar verdienen damit seit Jahren prächtig. Lag der Umsatz bei Take Two Interactive im Jahr 2016 noch bei 1,4 Milliarden Dollar, waren es in 2020 schon 3,08 Milliarden Dollar, was zu einem sehr großen Teil auf die In-Game-Käufe zurückzuführen ist. Der Reingewinn stieg ähnlich stark, genauso wie der Börsenkurs und das trotz ständig steigender Produktionskosten. Die Take Two Aktie ist in den letzten fünf Jahren um satte 350 % gestiegen. An diesen Zahlenbeispielen wird deutlich, dass die Argumentation der Entwickler wie Take Two nur vordergründig plausibel erscheint und eigentlich sogar fadenscheinig ist.

Es geht auch anders

Entwickler und Publisher Epic Games macht es vor wie das Modell der Zukunft aussehen könnte, und zwar am Beispiel des Open-Map-Multiplayer-Shooter Fortnite. Das Spiel gehört schon seit einigen Jahren zu den weltweit am meisten gespielten Spielen und ist auch in einer abgespeckten Handy-Version verfügbar. Fortnite steht zunächst grundsätzlich kostenlos zum Download zur Verfügung. Nur der PVE-Modus ist kostenpflichtig. Im Spiel selbst können die Spieler dann V-Bucks kaufen und diese gegen Skins und Ausrüstungsgegenstände einlösen. Epic Games erwirtschafte in 2020 mit Fortnite einen Gewinn von 680 Millionen Dollar. Das Unternehmen ist mittlerweile 15 Milliarden Dollar wert und arbeitet auch mit seinen anderen Produktionen extrem erfolgreich. Das Beispiel zeigt, dass es auch ohne Preiserhöhungen für Videospiele gehen kann. Andererseits, das muss ebenfalls gesagt werden, gehen die Spieleentwickler bei der Produktion der Spiele auch erheblich in Vorleistung. Mit einem gewissen Grundpreis für die Spiele können dann mit dem Release und dem Verkauf der Spiele schnell Kredite zurückgezahlt werden. Über die In-Game-Käufe amortisieren sich die Produktionskosten dagegen erst nach einigen Jahren.