Die Dunkelheit ist in Destiny 2 eingetroffen und bringt neue Inhalte mit sich, die wir für euch getestet haben!

Bungie läutete am 10. November 2020 um 18:00 Uhr das vierte Jahr von Destiny 2 ein und veröffentlichte dazu die neue Herbst-Erweiterung „Jenseits des Lichts“. So haben wir unsere Ausrüstung genommen und sind für euch zum schneebedeckten Jupiter Mond „Europa“ gereist, um die Erweiterung zu testen.
Das Hauptspiel, Destiny 2, erschien am 6. September 2017 für die PS4 und Xbox One, sowie im Oktober 2019 für den PC und ist seit dem 1. Oktober 2019 auch als Free-2-Play-Version erhältlich. Mit Jenseits des Lichts geht die Spiel-Reihe Destiny ins siebte Jahr. Da Destiny 2 ein reines Online-Spiel ist, wird eine Netzwerkverbindung benötigt und kann somit ohne Internet nicht gespielt werden. Ein nicht bestehendes PlayStation Plus oder Xbox Live Gold Abonnement ist dann das weitere Problem.

Wir haben Destiny 2: Jenseits des Lichts auf der PlayStation 4 Pro mit einem Panasonic UHD-TV und der Soundbar SoundBlasterX Katana (Test) getestet. Das Spiel verbrauchte zum Testzeitpunkt mit dem Patch 2.02, knapp 60,84GB auf unserer Festplatte.


Ersteindruck
so wie man es von Destiny kennt

In der neuen Destiny 2 Erweiterung „Jenseits des Lichts“ reisen wir auf den Jupiter Mond Europa. Denn auf Europa liegen viele uralte Geheimnisse, einschließlich der kühlen, dunklen Macht Stasis. Wir arbeiten in der Erweiterung mit der Fremden Exo zusammen, um diese Macht zu nutzen, bevor unsere Feindin Eramis, Kell der Dunkelheit, sie ihren Gefallenen-Kämpfern verleiht.

Da es sich hier um eine Erweiterung handelt, kommt das Spiel weiterhin ohne ein Hauptmenü aus und das Spiel bietet uns nur einen Navigator sowie das Charakter-Menü. Im Navigator können wir lediglich zwischen dem inGame Store, Quests/Beutezüge, Karte, Zielorte, Übersicht (Freunde/Clan) und die Saisons switchen. Im Charaktere-Menü stehen uns die Punkte Clan, Sammlungen, Triumphe, Charakter, Inventar und die Optionen zur Auswahl. Außerdem hat Bungie den Hintergrund beim Spielstart und im Charakter-Menü von weiß auf schwarz/grau umgeändert, dies soll uns zeigen, dass die Dunkelheit in Destiny 2 eingetroffen ist.


Gameplay
Stasis macht richtig Spaß

Da es sich hier um eine Erweiterung handelt, ist von der Spiel-Mechanik vieles wie vom Hauptspiel geblieben. So bleibt sich Destiny 2: Festung der Schatten treu. Die Spiel-Mechanik geht gut von der Hand und eigentlich dreht sich alles wie gewohnt um das Töten von Gegnern, wenn auch mit einigen taktischen Tiefen. Hin und wieder spawnen die Gegner zwar im Rücken, aber in einem guten Trupp lässt sich auch darüber hinwegsehen. Das Handling der Waffen darf als überzeugend und fantastisch bezeichnet werden. Damit kommen auch Neueinsteiger sofort zurecht. An der Balance des Spiels sollte Bungie noch weiter feilen, da die Gegner teilweise anfangs sehr stark sind und somit den Spielspaß als Solospieler trüben können, aber auch im späteren Spielverlauf wird es für Solospieler leider nicht leichter.

Bungie hat mit Jenseits des Lichts aber auch Neuerungen in Destiny 2 hinzugefügt. So können wir unter anderem die neue, elementare Macht der Stasis nutzen, um das Schlachtfeld zu dominieren. Diese neue Macht gefällt uns wirklich sehr gut. Jede Hüter-Klasse nutzt Stasis auf eine andere Art. Der Warlock besitzt den Fokus „Schattenbinder“, mit der er einen Stasis-Stab beschwören und seine Feinde im Eis einfrieren kann, der Jäger kann hingegen mit „Wiedergänger“ Stasis-Bruchstücke kontrollieren, um Kama-Klingen zu formen und der Titan kann mit mit einem Stasis-Panzerhandschuh, Feinde zu Boden schlagen.


Grafik, Sound & Technik
Destiny 2 wurde besser

Destiny 2 hat sich auch mit Jenseits des Lichts grafisch nicht verändert und bietet uns auf der PlayStation 4 Pro (Xbox One X und PC) 4K UHD mit HDR-Support bei stabilen 30FPS. Somit bekommen wir ein klares und scharfes Bild geboten, welches mit vielen Effekten aufwarten kann. Nur die Hintergründe wirken teilweise gemalt wie ein Bühnenbild. Dafür bietet uns das Next-Gen-Upgrade ab dem 8. Dezember 2020 erstmalig 4K UHD mit 60FPS auf der PlayStation 5 und Xbox Series X. Außerdem sollen auf den Next-Gen-Konsolen mit dem Next-Gen-Upgrade bis zu 120FPS im Schmelztiegel (PvP) möglich sein. Zudem bietet Bungie uns mit dem Next-Gen-Upgrade Sichtfeld-Anpassungsmöglichkeiten auf den Konsolen an. Bungie’s Ziel ist es, eine ähnliche Sichtfeld-Reichweite wie die auf dem PC zu ermöglichen. Es wird außerdem deutliche Verbesserungen an Dingen wie dem Laden des Spiels und dem Inspizieren des Charakterinventars geben. Schnellere Ladezeiten sind bereits auf der PlayStation 4 Pro merkbar. Trotzdem sind einige Ladezeiten vom Netzwerk und der Spielersuche abhängig. Das Laden von Aktivitäten wird also immer noch etwas länger dauern, wenn wir nach Gegnern suchen. Bezüglich des Spielens über verschiedene Generationen können Xbox Series X|S-Spieler mit Xbox One-Spielern zusammenspielen, während PS5-Spieler mit PS4-Spielern spielen können.

Zudem verfügt auch Destiny 2: Jenseits des Lichts über einen sehr imposanten Sound. Musik und Effekte ziehen uns direkt in das Spielgeschehen. Doch das Verhältnis zwischen allem entspricht nicht mehr dem Stand der Dinge.

Zum einen wurde die Sprachausgabe nicht auf den Center-Lautsprecher gelegt und so hauen die Stereo-Lautsprecher ein indirektes Ansprechverhalten raus und zum anderen kann man in den Optionen die Effekte, Sprache und Musik nicht getrennt einstellen, was wie schon einst in Destiny den Effekt erzielt, dass die Musik alles übertönt und selbst die Kommunikation im Sprachchat sich somit oft als schwierig gestaltet.


Umfang
Neue Inhalte; aber einiges wurde entfernt

Bungie versorgt uns mit Jenseits des Lichts auch mit einigen neuen Inhalten. Darunter die neue Story, die auf den schneeweißen Jupiter-Mond Europa spielt und eine Spieldauer von ca. 6 bis 10 Stunden zu bieten hat. Die neue Story ist in 34 Quest-Schritten unterteilt, leider wiederholen sich die Schritte sehr oft, so das kaum Abwechselung vorhanden ist. Wir müssen mit NPCs reden, Stasis anhand von Kristallen einstimmen, Gegner erledigen und Missionen/Strikes abschließen. Europa gibt es für alle Spieler als Zielort zum Erkunden und hier können wir Patrouillen-Missionen annehmen, Europa-Beutezüge abschließen oder bei öffentlichen Events mitmischen. Außerdem bietet die Erweiterung Imperium-Jagden, ein neuen Strike, neue Rüstung und Waffen. Zudem startet am Samstag, dem 21. November 2020 um 18:00 Uhr der neue Raid Tiefsteinkrypta. Also wie ihr seht, wird euch in der neuen Erweiterung nicht langweilig, auch wenn das Leveln ab Power 1200 zeitaufwendiger wird. Die Loot-Mechanik motiviert dafür ungemein auf die Jagd zu gehen, um seinen Charakter und seine Ausrüstung immer weiter zu verbessern.

Leider entfernte Bungie mit Jenseits des Lichts auch einige Inhalte im Spiel, um Platz für die nächsten 3 Jahre zu machen und packten diese Inhalte in den Destiny Content Tresor. Im Destiny Content Tresor werden Aktivitäten, Items und Zielorte zwischengelagert und aus dem Spiel genommen, um den Speicherplatz zu reduzieren – und eventuell später überarbeitet ins Spiel zurückzukehren. Nicht nur Destiny 2-Inhalte finden sich dort wieder, denn auch alle Destiny 1-Inhalte sind dort verstaut und finden teilweise ihren Weg zurück ins Destiny-Universum. So verschob Bungie die Zielorte „Die Farm“, „Die Leviathan“, „Mars“, „Merkur“, „Io“ und „Titan“, sowie dessen Aktivitäten, Raids, Strikes Waffen und Rüstung in den Destiny Content Tresor. Außerdem haben sie die Story „Die Rote Schlacht“, „Kriegsgeist“ und „Fluch des Osirirs“ aus dem Spiel gestrichen. Dafür brachten sie das Kosmodrom aus Destiny zurück und der beliebte Destiny Raid „Die Gläserne Kammer“ wird sein Debüt 2021 in Destiny 2 feiern. Außerdem bietet Bungie eine neue Einstieger-Story für Destiny 2: New Light Spieler.


Fazit
Eine überzeugende Erweiterung

Wie die anderen Erweiterungen von Destiny 2 konnte uns auch Jenseits des Lichts positiv überzeugen, denn wir dürfen auf den neuen Planeten Europa, der voll mit Schnee bedeckt ist. Auch an Content mangelt es nicht. Wir bekommen einiges zu tun und Destiny 2 wird meistens auch wöchentlich mit neuem Content versorgt. Auch die neue Kraft „Stasis“ gefällt uns sehr gut und endlich hat Bungie die Ladezeiten im Spiel reduziert. Leider verschoben sie über das halbe Spiel in den Destiny Content Tresor, um Platz für neue Inhalte zu machen und die Ladezeiten, sowie den Speicher zu reduzieren. Aber im Großen und Ganzen können wir die „Jenseits des Lichts“ Erweiterung jedem Destiny-Veteranen empfehlen.


Destiny 2 ist seit dem 4. September 2017 für PlayStation 4 und Xbox One, sowie seit dem 24. Oktober 2017 für den PC verfügbar. Am 10. November 2020 erschien die Year 4 Erweiterung Jenseits des Lichts. Außerdem ist ab dem 8. Dezember 2020 das Next-Gen-Upgrade von Destiny 2 für die PlayStation 5 und Xbox Series X|S erhältlich.

Marcel Reise
24 Jahre | Männlich | aus Geseke | PlayStation, Nintendo Switch & Xbox One Gamer | ehemaliger PSN Trophy-Hunter | Redakteur bei Play-Experience.com