Nach dem Abschluss der FIFA Fußball-Weltmeisterschaft 2026 hat Zattoo eine Auswertung der Streaming-Nutzung auf der eigenen Plattform sowie den betriebenen Partnerplattformen in Europa veröffentlicht. Die Zahlen zeigen ein deutlich steigendes Zuschauerinteresse im Verlauf des Turniers und mehrere neue Rekorde bei der Nutzung der Streaming-Infrastruktur.
K.-o.-Runde steigert das Zuschauerinteresse deutlich
Laut Zattoo war das Interesse an den Begegnungen in der K.-o.-Phase deutlich höher als während der Gruppenphase. Die Zahl der sogenannten „Match Watchers“, also Zuschauer, die ein einzelnes Spiel verfolgten, stieg in der Finalrunde im Durchschnitt um rund 63 Prozent.
Auch innerhalb des Endspiels nahm das Interesse weiter zu. In den letzten 15 Minuten des Finales schalteten rund zehn Prozent mehr Zuschauer ein als zu Beginn der Partie.
Deutschland gegen Curaçao übertrifft sogar das Finale
Für eine Überraschung sorgte ausgerechnet ein Gruppenspiel. Die Begegnung zwischen Deutschland und Curaçao erreichte rund vier Prozent mehr Match Watchers als das Finale zwischen Argentinien und Spanien und war damit das meistgestreamte Spiel des Turniers auf den ausgewerteten Plattformen.
Auch die Schweizer Nationalmannschaft sorgte trotz ungewöhnlicher Anstoßzeiten für großes Interesse. Spiele, die um 03:00 Uhr oder 05:00 Uhr Schweizer Zeit stattfanden, erzielten im Durchschnitt mehr als fünfmal so viele Zuschauer wie andere Nachtspiele.
Streaming auf dem Fernseher bleibt dominant
Die Auswertung zeigt außerdem, dass der große Bildschirm weiterhin die bevorzugte Wahl der Zuschauer bleibt. Mehr als 80 Prozent aller gestreamten Stunden entfielen auf Smart-TVs und andere Big-Screen-Geräte. Im Vergleich zur Weltmeisterschaft 2022 stieg deren Anteil um rund 16 Prozentpunkte.
Rekord bei der Netzwerkauslastung
Auch technisch verlief das Turnier für Zattoo erfolgreich. Während des Finales erreichte das Unternehmen mit rund 3,76 Terabit pro Sekunde den höchsten Netzwerk-Traffic seiner Geschichte. Die Spitzenlast lag damit mehr als 50 Prozent über dem Wert des WM-Finales 2022 und fiel im Vergleich zum EM-Finale 2016 sogar mehr als neunmal so hoch aus.
Trotz der Rekordauslastung verlief das gesamte Turnier laut Zattoo ohne technische Zwischenfälle.
Deutlich mehr Zuschauer als bei der WM 2022
Neben der gestiegenen Netzwerkauslastung verzeichnete Zattoo auch einen deutlichen Zuwachs bei den Unique Viewers. Im Vergleich zur Weltmeisterschaft 2022 stieg deren Zahl um rund 48 Prozent, wobei laut Unternehmen auch die längere Turnierdauer der WM 2026 Einfluss auf diesen Vergleich hatte.
Nach Angaben von Zattoo unterstreichen die Zahlen die wachsende Bedeutung von Live-Streaming bei großen Sportereignissen und zeigen zugleich die Leistungsfähigkeit der eigenen Plattform während eines der größten Zuschauerereignisse des Jahres.






