Klein, luftig, clever – so bewirbt XPG sein neues Valor Mesh Nano. Das kompakte mATX-Gehäuse soll trotz Mini-Maßen genug Platz für starke Hardware bieten und dabei kühl und leise bleiben. Ideal also für alle, die ein leistungsfähiges Zweitsystem oder einen eleganten Wohnzimmer-PC planen.
Lieferumfang und Verarbeitung
Kompakt, solide und komplett ausgestattet
Das XPG Valor Mesh Nano macht auf den ersten Blick einen sehr robusten Eindruck. Trotz seiner kompakten Abmessungen wirkt das Gehäuse stabil und gut verarbeitet. Das Gehäuse misst 357 × 220 × 436 mm, ist aus SPCC-Stahl gefertigt und ist für mATX bzw. Mini-ITX Boards geeignet. Es ist mit seinen 5,15 kg recht leicht, lässt sich bequem anheben und transportieren. Es wirkt jedoch etwas frontlastig, was vor allem am Einbaurahmen für Festplatten und dem massiven Mesh-Frontpanel liegt. Dieses sorgt allerdings nicht nur für eine markante Optik, sondern auch für eine hervorragende Luftzirkulation – der Name „Mesh“ ist hier Programm.

Die äußeren Paneele lassen sich ohne Werkzeug abnehmen, was die Handhabung angenehm einfach macht. Sowohl die Oberseite als auch das linke Seitenteil sind mit Kugelclips befestigt und können mit einem leichten Zug entfernt werden. Das erleichtert den Zugriff auf das Innere enorm, besonders beim Einbau von Komponenten oder beim Reinigen der Staubfilter. Auch die Front lässt sich schnell lösen. Sie besitzt einen Einschub für einen Staubfilter, der allerdings bei unserem Gehäuse fehlt. Im unteren Bereich der Frontblende gibt es Aussparungen für die Anschlüsse und Schalter. Neben dem Power-Button und einem Reset-Knopf finden sich dort zwei USB-A-Ports, ein USB-C-Anschluss und eine kombinierte Audio-Buchse. Die Bedienelemente sind leichtgängig, die Buchsen fest im Gehäuse verankert – insgesamt ein aufgeräumtes und funktionales Layout, das besonders praktisch ist, wenn das Gehäuse auf dem Schreibtisch steht. Im Inneren zeigt sich das kompakte Design von seiner besten Seite. Alle Passungen sind sauber, die Kanten sind entgratet, die Lackierung ist gleichmäßig und die Seitenteile schließen satt. Praktisch ist der kleine Zubehörkarton, der im Gehäuse fixiert ist und ein vollständiges Set für die Montage enthält. Darin liegen 14 Motherboard-Schrauben, 8 HDD Schrauben, 10 PSU-Schrauben, 2 Motherboard-Abstandshalter, 4 Motherboard-Schrauben, 4 HDD Schrauben, 4 SSD Dämpfergummis, 4 HDD Dämpfergummis, 4 Kabelbinder, sowie eine kleine Stütze für Grafikkarten. Diese fällt zwar kompakt aus, hilft aber gegen leichtes Durchhängen. Insgesamt hinterlässt das Paket einen wertigen Eindruck und bietet alles Nötige, um direkt loszulegen.

Der innere Aufbau ist logisch gegliedert, mit einer klaren Trennung zwischen Hauptkammer und Netzteilbereich. Das Netzteil wird im vorderen Bereich unter einer stabilen Halterung montiert, während dahinter Platz für Mainboard, Grafikkarte und Kühlung bleibt. Dazu ist ein Kabel für den Stromanschluss des Netzteils im Gehäuse verlegt, welches auf der Rückseite in einer Anschlussbuchse für das Stromkabel endet. Weitere Kabel, etwa für den Anschluss des Frontpanels sind hinter dem Mainboardtray verlegt, wobei ein etwa 35 mm breiter Raum für weiteres Kabelmanagement zur Verfügung stehen. Trotz der kleinen Abmessungen ist der Innenraum erstaunlich offen und bietet genug Platz, auch für kräftige Hardware. Der vorinstallierte 120-Millimeter-Lüfter ist rückseitig montiert und leuchtet dezent in ARGB-Farben. Er sorgt für den Grundluftstrom nach hinten, während durch das Mesh an Front und Oberseite zusätzlicher Luftdurchsatz gewährleistet ist. Insgesamt vermittelt das Gehäuse bereits beim ersten Aufbau den Eindruck eines durchdachten, gut zugänglichen und erstaunlich flexiblen Mini-Towers.

Montage und Besonderheiten
Flexibel, durchdacht und SFF-zertifiziert
Beim Aufbau zeigt sich das XPG Valor Mesh Nano erstaunlich flexibel und praxisnah. Trotz seiner kompakten Abmessungen unterstützt das Gehäuse sowohl Micro-ATX- als auch Mini-ITX-Mainboards, wodurch es sich für unterschiedlichste Einsatzzwecke eignet. Vom leistungsfähigen Gaming-System bis hin zum leisen Wohnzimmer-PC ist also alles machbar. Der Innenraum ist klar gegliedert und durchdacht aufgebaut, sodass selbst bei dicht bestückter Hardware ausreichend Platz für sauberes Kabelmanagement bleibt. Praktischerweise lässt sich der Seitenrahmen mit wenigen Schrauben entfernen, was beim Zusammenbau maximale Bewegungsfreiheit bietet. Das erleichtert nicht nur den Einbau großer Komponenten, sondern auch spätere Wartungsarbeiten. Auch die eingeschobenen Staubfilter an Unterseite und Front sind leicht zugänglich und lassen sich mit einem Handgriff abnehmen. Wir hätten uns allerdings eine magnetische Variante gewünscht. Das ist modern und hält besser als ein Einschub. In puncto Kühlung bietet das Nano für seine Größe beeindruckende Freiheiten. Insgesamt können bis zu acht Lüfter installiert werden. Der Deckel nimmt drei 120-Millimeter- oder zwei 140-Millimeter-Lüfter auf, an der Unterseite lassen sich zwei 120-Millimeter-Lüfter ergänzen, und an der Rückseite ist ab Werk ein 120-Millimeter-ARGB-Lüfter verbaut. In der Oberseite ist Platz für eine AiO-Wasserkühlung mit bis zu 360 Millimetern Radiatorlänge, was in dieser Gehäuseklasse eine Besonderheit darstellt. Auch große Luftkühler mit bis zu 170 Millimetern Höhe finden problemlos Platz. Grafikkarten dürfen bis zu 370 Millimeter lang und Netzteile bis zu 170 Millimeter tief sein – Werte, die eher an größere Mid-Tower erinnern. Hinzu kommen zwei 2,5-Zoll-Montageplätze für SSDs und ein 3,5-Zoll-Schacht für HDDs, womit das Gehäuse auch in puncto Speicher gut aufgestellt ist.

Eine weitere Besonderheit: Das XPG Valor Mesh Nano trägt das NVIDIA SFF-Ready-Zertifikat, das speziell für kompakte, leistungsstarke Systeme vergeben wird. Damit bestätigt NVIDIA, dass das Gehäuse für moderne Grafikkarten und effiziente Luftzirkulation in kleinen Formfaktoren optimiert ist.
Fazit
Viel Leistung auf kleinem Raum

Das XPG Valor Mesh Nano überzeugt als kompaktes, aber erstaunlich durchdachtes Gehäuse, das sich klar an Nutzer richtet, die viel Leistung auf wenig Raum unterbringen möchten. Die Verarbeitung ist hochwertig, das Chassis aus SPCC-Stahl stabil und sauber gefertigt. Trotz des geringen Gewichts wirkt das Gehäuse solide, nichts klappert oder biegt sich durch. Die Mesh-Front ist optisch gelungen und sorgt für eine hervorragende Luftzirkulation, was dem Nano einen klaren Vorteil gegenüber geschlossenen Mini-Towern verschafft. Der Innenraum ist klug aufgeteilt und bietet ausreichend Platz für moderne Hardware. Mainboards im Micro-ATX- oder Mini-ITX-Format finden ebenso problemlos Platz wie Grafikkarten mit bis zu 370 Millimetern Länge und CPU-Kühler bis 170 Millimetern Höhe. Auch eine AiO-Wasserkühlung mit bis zu 360 Millimetern Länge lässt sich integrieren – ein beachtlicher Wert für ein Gehäuse dieser Größe. Hinzu kommen zwei 2,5-Zoll-Halterungen für SSDs sowie ein Schacht für eine 3,5-Zoll-HDD, womit auch klassische Datenträger unterstützt werden. Positiv fällt die einfache Handhabung für Montage und Wartung auf. Dank des NVIDIA SFF-Ready-Zertifikats ist das Nano für kompakte Hochleistungssysteme optimiert und bietet damit Zukunftssicherheit im Mini-Format. Einzig der fehlende Staubfilterin der Front und deren unkomfortable Befestigung haben unseren Eindruck etwas getrübt. Für rund 64 Euro liefert XPG ein bemerkenswert gut ausgestattetes, funktionales und optisch ansprechendes Gehäuse mit überzeugendem Preis-Leistungs-Verhältnis. Ein Geheimtipp für alle, die ein kleines, aber starkes System aufbauen wollen.
- 1. 90-Grad-Handstück
- 3. durch flexibles Kabel
- Produktbeschreibung:






