Nachdem wir bereits vor ein paar Wochen die Spectrix S40G RGB SSD unter die Lupe genommen haben, liegt nun eine neue Festplatte von ADATA vor uns, die ADATA FALCON mit 1TB. Im Unterschied zu der Spectrix ist diese allerdings unbeleuchtet. Ob es noch weitere Unterschiede gibt, erfahrt ihr bei uns.

ADATA ist ein 2001 gegründeter taiwanischer Speicherhersteller. Das Produktportfolio beinhaltet Arbeitsspeichermodule, ExpressCards, digitale Fotorahmen und Flash-Speicher-Produkte. Im Jahr 2007 war ADATA drittgrößter Arbeitsspeicherhersteller der Welt, mit einem Marktanteil von 7,6 % und ist viertgrößter Hersteller von Flash-Speicher-Produkten. Seit Oktober 2004 ist das Unternehmen zudem an der Taiwan Stock-Exchange gelistet. Seit 2008 werden Komponenten speziell für Computerspieler unter der Marke XPG (Xtreme Performance Gear) vermarktet. Quelle:Wikipedia


Lieferumfang & Verarbeitung
klein und kompakt

Die ADATA FALCON kommt in einem kleinen und süßen Karton mit den Maßen 8 x 11,5 x 1,5 cm bei uns an. Der Karton ist in einem schlichten Schwarz und einem edlen Gold bedruckt und zeigt uns natürlich die Festplatte. Oben rechts in der Ecke ist die Speicherkapazität abgedruckt und auf der Rückseite noch einige zusätzliche Informationen. In unserem Fall testen wir die Falcon mit 1 Terrabyte Kapazität. Erhältlich ist diese aber auch noch in den Größen 256 GB, 512 GB und 2 TB.
Wir öffnen also den Karton und bis auf die Festplatte, befindet sich nichts weiter in darin – es ist aber auch nichts Weiteres notwendig. Die Worte klein und kompakt treffen hier wirklich gut zu, denn die Maße belaufen sich auf gerade mal 80 x 22 x 2,9 mm, bei einem Gewicht von 9 Gramm. Die Oberseite der Festplatte wurde mit einer goldfarbenen Aluminiumschicht versehen, was laut ADATA eine bessere Kühlung zur Folge hat. An sich sieht sie schick aus, wenn man auf Gold steht, allerdings können wir auf unserem Testmuster leider schon einige Kratzer feststellen. Dies soll uns aber nicht weiter stören, da man die Festplatte nach dem Einbau eh nicht mehr sehen wird. Aber dazu später mehr.


Technische Daten und Leistungstest
hält, was sie verspricht

Die FALCON verfügt über 3D NAND. Diese Flash-Speicher-Technologie der nächsten Generation, nutzt vertikale Speicherzellen-Stacks, wodurch die Kapazität steigt und eine deutlich höhere Storage-Dichte und niedrigere Kosten pro Gigabyte erreicht werden. Im Vergleich zu 2D NAND verbraucht sie weniger Strom, besitzt eine höhere Zuverlässigkeit und eine bessere Performance beim Schreiben von Daten. Der Formfaktor M.2 2280 bedeutet, dass die Festplatte im NEXT GENERATION FORM FACTOR gebaut ist und gibt die Größe der Festplatte an, also 22 mm breit und 80 mm lang. Wie schon die XPG Spectrix, verfügt auch die FALCON über die PCIe Schnittstelle der 3. und 4. Generation mit 4 Lanes. Die maximale Lesegeschwindigkeit wird mit 3100 MB/s und die Schreibgeschwindigkeit mit 1500 MB/s angegeben. Natürlich haben wir dazu Tests durchgeführt. Einmal mit dem Programm AS SSD Benchmark und einmal mit dem Programm CrystalDiskMark. Dabei kamen folgende Ergebnisse zustande:


Noch eine kurze Erklärung zu der Größe GiB. GiB oder auch Gibibyte genannt, ist eine ähnliche Datengröße wie auch Gigabyte, nur das hier der Umrechnungsfaktor nicht 1000, sondern 1024 beträgt.

Nimmt man nun den Durchschnittswert der verschiedenen Tests, so kommt man auf einen Wert von ca. 3100 MB/s an Lese- und 1500 MB/s an Schreibgeschwindigkeit, also die Werte, die ADATA als Maximalwert angibt. Diese Geschwindigkeiten bereiten uns große Freude, da unsere Games nun zum Beispiel um einiges schneller starten als vorher. Wenn ihr also die Möglichkeit habt, dann greift zu einer M.2 Festplatte.


Montage
ruhige Hände und Geduld sind gefragt

Der Einbau der SSD war eigentlich relativ simpel. Da wir diese aber in unser bereits bestehendes System eingebaut haben und unser Gehäuse doch etwas knapp verbaut ist, mussten wir vorher noch einmal die Grafikkarte entfernen. Als Nächstes nahmen wir die Abdeckung des M.2 Slots an unserem Mainboard ab, welche mit einer sehr kleinen Schraube befestigt war. ACHTUNG! Hier ist Vorsicht und Geschick geboten, denn wenn Ihr die Schraube verliert, habt Ihr ein Problem. Nachdem wir also die Abdeckung entfernt haben, stecken wir die Festplatte vorsichtig in den dafür vorgesehen Slot und befestigen diese nun wieder mit der Schraube. Fertig ist der Einbau der FALCON. Nach erfolgreichem Einbau müssen wir natürlich noch die Festplatte in unserem System von Windows 10 aktivieren.


Fazit
klein, schnell und günstig

Da die FALCON von ADATA zurzeit noch nicht in Deutschland erhältlich ist, können wir zu den genauen Preisen noch keine Aussage treffen. Da sie in den USA aber in der Speicherkapazität von 1 TB, für ca. 130 $ erhältlich ist, kann man den Preis natürlich schon ein wenig erahnen und ihn somit für völlig fair und angemessen einstufen, auch wenn der aktuelle Preis bei Amazon noch bei 223 € liegt. Sie macht das, was sie soll und erreicht sogar die maximalen Lese- und Schreibgeschwindigkeiten. Mit dieser SSD braucht Ihr also keine Stunden mehr warten, bis Euer PC hochgefahren oder Euer Spiel gestartet ist und habt auch noch einiges mehr an Speicher für Eure Musik, Fotos und vieles mehr. Wer die Möglichkeit besitzt, eine M.2 einzubauen, sollte diese Chance definitiv nutzen. Wir können eine klare Kaufempfehlung aussprechen, sobald diese in Deutschland verfügbar ist!