In dieser Woche stellte Sony ganz unverhofft über ihren hauseigenen PlayStation Blog den neuen Controller für die PlayStation 5 vor. Das Feedback in den sozialen Medien darf gerne als positiv bewertet werden, auch wenn es hin und wieder Stimmen gibt, die von einem Mischling zwischen Dualshock 4 und Xbox Controller sprechen. Wir haben uns die veröffentlichen Bilder und deren Aussagen einmal genauer angeschaut.

Optik & Form

Im ersten Moment zählt der Ersteindruck. Sony formte den Controller nicht neu aber etwas anders und das gleich noch in zwei Farben. Ein mutiger Weg, der schon etwas das Design der neuen PlayStation 5 erahnen lässt – Modernes Weiß gepaart mit schwarzen Applikationen. Ob gerade die Farbe weiß für ein Peripheriegerät die richtige Wahl ist, bezweifeln wir. Schick sieht es auf jeden Fall aus. Schauen wir doch mal genauer hin: Wir erkennen die beiden Sticks, die Sony weiterhin an der bekannten Position beibehält und nicht in Richtung Microsoft schwenkt. Auch die PlayStation Symbol-Tasten und das Steuerkreuz befinden sich an der gewohnten Position, diesmal mal aber in Acryl gehalten und ganz ohne farbliche Akzente. So haben wir beide Controller einfach mal übereinander gelegt: Sticks, Steuerkreuz sowie die Symbol-Tasten bleiben punktgenau da, wo sie jetzt auch sind. Leichte Änderungen lassen sich bei den Kopfbuttons/ Triggern erkennen – diese bilden das haptisches Feedback. Rein von der Form gibt es länge Arme/ Griffe, die zudem etwas schmäler gestaltet wurden. Das Kopfstück ist nun fülliger, leider fallen dabei die Optionstaste und der Sharebutton kleiner aus. Der Bauch rund um die Sticks wurde begradigt, während das Touchpad nun größer ausfällt. Der PlayStation-Home-Button findet sich nun als Logo wieder und nicht mehr als runder Knopf. Der Speaker ist ebenfalls vorhanden. Auf der Unterseite des neuen DualSense-Controller befindet sich weiterhin ein 3,5 mm Klinke TRRS-Anschluss für die Nutzung von passenden Headsets.

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Ähnlichkeiten zum Xbox Controller berechtigt? 

Viel behaupten, Sony habe sich bei der Form an Microsofts Xbox Controller orientiert und diesen in gewisser Weise kopiert. Auch das wollten wir überprüfen und haben beide Controller übereinander gelegt. Wie deutlich zu erkennen ist, sind diese Vorwürfe haltlos. Der Xbox Controller ist im Gesamten wesentlich enger gestaltet. Das fängt bei der allgemeinen Positionierung der Sticks, Steuerkreuz und Tasten an – hört in der spitzer zulaufen Form nach oben auf. Der Xbox Controller ist im Bauch wesentlicher „fetter“ und bietet dadurch weniger Grifflänge, ist dafür nach oben hin schmäler und höher. Die engere Position des linken Sticks sowie der „Buchstaben-Tasten“ ist auf die schmälere Konstruktion zurückzuführen. Beide Controller nehmen sich da nicht da nicht viel.

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Technik – was wir erkennen

Erst einmal ganz wichtig: Der DualSense wurde mit dem modernen USB-C Anschluss ausgestattet, der nun ein schnelleres Laden ermöglicht. Zudem bietet USB-C die Möglichkeit wesentlich mehr Daten übertragen zu können. Bisher wurde der Dualshock 4 über Micro-USB mit einer Leistung von 4,5 Watt bei einer maximalen Stromstärke von 0,9 A geladen. Mit USB-C sind nun 15 Watt Leistung bei 1,5 A möglich, wobei wir eher von 7,5 Watt ausgehen – bei 15 Watt wird ein aktives Kabel benötigt. Im Grunde kann somit der Controller in der Hälfte der Zeit, wenn nicht gar in einem Viertel der Zeit geladen werden. Wie hoch die Datenrate liegen wird, ist bisher nicht bekannt, da Sony den USB-Standard noch nicht preis gegeben hat. Heute sind aber Datenraten von 900 MB/s bis 1800 MB/s kein Problem mehr.

Kaum zu erkennen: Nachdem mehrere User den Anchluss für ihr 3,5 mm Klinke-Headset nicht erkennen konnten, bestätigte der Sony PlayStation Produkt-Manager das Vorhandensein des Anschlusses.

Still have an audio jack so you can plug in your own headsets like DS4

Über diesen Anschluss wird dann wohl auch das Temptest 3D Audio in Erscheinung treten, das Mark Cerny bestätigt hat – Das Temptest 3D Audio kann mit einer Vielzahl von Geräten genutzt werden. Unserer Erfahrung nach, wird der 3D Sound per Software produziert und kann selbst auf einem normalen Stereokopfhörer erlebt werden (siehe Test Sony 360 Reality Audio Bluetooth-Kopfhörer). Als weitere Neuerung wurde dem DualSense eine integrierte Mikrofonanordnung spendiert, mit der die Spieler sich ohne Headset ganz einfach mit ihren Freunden austauschen können –  gleich 3 Mikrofone sollen sich im Controller befinden. Interessant wird sicherlich auch der verwendete Bluetooth-Standard sein, da für den „kabellosen“ 3D-Sound enorme Datenmengen zustande kommen. Wir gehen davon aus, dass Sony auf Bluetooth 5.0 setzen wird. Ebenfalls gut auf dem Controller zu erkennen, ein Mikrofon im gemuteten Zustand. Dies würde dann auch die weitere Taste unter PlayStation „Symbol“ Home-Button erklären. Spieler werden ihr Mikrofon des angeschlossenen Headsets oder die integrierten Mikrofone des Controllers schnell am DualSense stumm schalten können. Das es sich hier um eine Lichtleiste handelt, wie sie Nacon gerne in ihren Controllern verbaut, ist eher unwahrscheinlich. Ob es sich bei dem darunterliegenden „schwarzen Punkt“ um den TRRS-Anschluss handelt oder über ein integriertes Mikrofon lässt sich so nicht sagen.

Der Share-Button wird zum „Create-Button“ und keine Angst: Die Funktion zum Sharen von Inhalten wird erhalten bleiben.  Mit Create leistet Sony erneut Pionierarbeit für Spieler, die damit epische Gameplay-Inhalte erstellen, sie mit der ganzen Welt teilen oder einfach nur selber genießen können. Weitere Details zu dieser Funktion wird Sony mit der nahen Veröffentlichung bekanntgeben.

…und was ist mit dem Back Button Attachment? Eine Frage die mit dem Blick auf den Controller so nicht beantwortet werden kann, da die bisherigen Bilder keinen COM-Anschluss zeigen. Auch stellt sich die Frage, inwiefern das Rücktasten-Ansatzstück aufgrund des geänderten Designs noch zum DualSense Controller passen wird – immerhin wurde der Bauch zwischen den Sticks begradigt. Sony hat bisher nicht bestätigt, dass das Rücktasten-Ansatzstück auch beim DualSense genutzt werden kann. Sony hat dieses nette Gadget so gestaltet, wobei die Ergonomie des DUALSHOCK 4 Wireless-Controllers stets im Fokus stand. Da sich die Ergonomie leicht geändert hat, gehen wir wohl davon aus, dass es nicht genutzt werden kann. Das wäre aber eine Aussage mit Blick in die Glaskugel – Wir können es nicht sagen, wir müssen abwarten.

Touchpad oder Touchscreen ? 

Im Vorfeld gab es viele Spekulationen, dass der neue Controller zur PlayStation 5 über ein Touchscreen verfügen wird. Dem ist nun nach der Präsentation nicht so. Im Mittelpunkt steht weiterhin ein Touchpad, das von der Lightbar abgehoben wirkt. Was aber nicht ist, kann immer noch werden, denn immerhin hat Sony das Patent dazu angemeldet. Auch gibt es Spekulationen darüber, dass das Touchpad einfach ausgetauscht werden kann und durch einen Touchscreen ersetzt werden kann. Das sind aber unbestätigte Meldungen und gehören definitiv in die Gerüchteküche. Wir werden das nicht weiter kommentieren.

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Viktor Kaczmarek
Seit Anbeginn der Datasette von Computergames begeistert. Spielt alles was sich bewegt und für Atmosphäre sorgt. Nimmt gerne Peripherie unter die Lupe und auch auseinander, es bleiben immer Schrauben übrig. Germany 48.406558, 9.791973