[ TEST ] FAR CRY PRIMAL

Ubisoft Montreal bringt euch mit Primal ein neues Far Cry auf die Konsolen. Diesmal ganz ohne moderne Welten geht es um das nackte Überleben in der Steinzeit. Wir haben uns das Spiel mal näher angeschaut.

Das neue Far Cry Primal spielt diesmal nicht in der heutigen Zeit. Diesmal geht es in die Zeit als wir Menschen noch Jäger und Sammler waren und in Höhlen lebten. 10.000 vor Christus sieht die Welt noch etwas düsterer und gefährlicher aus.

Wie der Name „Primal“ schon sagt, hier wird sich diesmal auf das „Ursprüngliche“ beschränkt ohne dabei den Spieler in seinen Möglichkeiten einzuschränken.

So legen wir die Disc ein. Das Spiel benötigt mit dem 1.01 Day-One-Patch insgesamt nur 12,81 GB und kann daher als Raumwunder auf der Festplatte angesehen werden.

 Ersteindruck/ Menü

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Far Cry wird auch hier wieder seinen Ansprüchen gerecht, alleine das Intro des „Medizinmanns“ ist mal wieder mehr als nur durchgeknallt und interessant zu gleich. Man spricht WENJA und versteht nur Bahnhof. Dafür kann man aber die Untertitel lesen.

Die Jagt beginnt zugleich auf die Mammuts und damit nimmt die Geschichte ihren Lauf…

Das Menü gibt anfänglich nicht viel her, bietet aber alles was der Spieler benötigt.  Neben dem Spielstand darf in den Optionen Gameplay, Audio, Steuerung und HUD/ Bildschirm eingestellt werden. Leider ist die Sprachausgabe im Audio rein Wenja und man wird gezwungen die Untertitel laufen zu lassen. (Nur in der Collectors Edition liegt ein Sprachführer bei.) Alles sehr übersichtlich ohne Fragen aufkommen zu lassen, da findet sich jeder gut zurecht. Perfekter Einklang in ein Spiel.

5 STERNE
5 von 5 Sternen

… jetzt gehts los/ Gameplay

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Mit der Wahl der Jungsteinzeit (Neolithikum) um 10.000 vor Christus bietet das Spiel viele Möglichkeiten, da dieser geschichtliche Zeitraum ausschlaggebend für das Fischen, Jagen und Sammeln ist. Mit dem Bau von Siedlungen, dem Ackerbau und Beginn der Viehzucht kann man sich hier natürlich richtig austoben. Aber auch das Überleben steht an erster Stelle, da die Welt noch von gefährlichen Tieren besucht ist. Kämpfen in der Ego-Perspektive bleibt dabei aktuell zu der Far Cry Reihe.

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Die Handhabung mit dem Controller ist sehr einfach und unkompliziert gehalten. So finden sich auch Neueinsteiger ganz ohne Tutorial als Jäger und Sammler wieder. Mit der Wahl über die R3 Taste im optischen „Jagt-Modus“ sollte man auch alles wichtige in der rauen Welt finden.

5 STERNE
5 von 5 Sterne
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Grafik

Auch wenn in Far Cry Primal nicht die gefeierte SnowDrop Engine von Ubisoft zum Einsatz kommt, kann sich das Spiel sehen lassen. Diese ist leider nicht mehr ganz zeitgemäß und bietet damit kein Feuerwerk mit dem gewissen Wow-Effekt. Dafür kann die Grafik aber dem Spiel das gewisse Feeling vermitteln und ist dennoch nett anzusehen. Leider sollte man nicht zu genau hinsehen. Felsen, Steine und andere Umgebungsgrafik reichen bei weiten nicht an ein Star Wars Battlefront heran.

4 STERNE
4 von 5 Sterne

Sound/ Klangkulisse

Passend zur Steinzeit wird uns auch ein entsprechendes Audiobild geboten. Wildes Geschrei (Far Cry), die Sprache Wenja sowie das allgemeine Bild ziehen uns mitten in das Geschehen. Alles ist gut abgestimmt. Der Sound ist uns aber etwas zu schwach. Beim Brüllen von Säbelzahntigern und Mammuts sollte uns eigentlich das Headset vom Kopf fallen. Es wirkt eher etwas zu niedlich und nicht bedrohlich genug. Die Hintergrundmusik ist für unseren Geschmack nicht stimmungprägend genug.

4 STERNE
4 von 5 Sternen

Umfang/ Spielangebot/ Langzeitmotivation

Langweilig sollte niemandem in Far Cry Primal werden. Hier darf alles gejagt und gesammelt werden. Dazu wird einem eine unterhaltsame Story geboten. Durchgeknallt wie gewohnt von der Serie trifft man auf so allerhand Typen. Ähnlich wie in einem Rollenspiel könnt ihr eure Jagt- und Sammelleidenschaft weiter perfektionieren und eure Ausrüstung weiter verbessern.

Je nach Bedarf stehen euch verschiedene Schwierigkeiten zur Verfügung bis hin zum ultimativen Hard-Modus. Damit wäre ein Wiederspielwert geboten. Wieviel Zeit ihr dabei im Spiel verbringen könnt, liegt ganz an euch. Man kann die Story durchrennen oder jeden Stein umdrehen in dieser dynamischen Welt.

Hier ein kleiner Einblick in die Möglichkeiten (Spoiler vom Anfang des Spiels):

Der Umfang ist für ein Far Cry Spiel typisch und lässt kaum Wünsche offen. Man hätte aber sicherlich dem Spiel mehr Survival-Möglichkeiten verpassen können. Auch hätte man das Rollenspiel-Feeling besser ausbauen können.

4 STERNE
4 von 5 Sterne
Was uns gefallen hat und was nicht
  • interessantes Setting
  • eigens entwickelte Wenja-Sprache
  • unendliche Freiheiten für Jäger und Sammler
  • zuviele Untertitel, die man lesen muss
  • Doppelbelegung einzelner Funktionen auf dem Pad

 

FAZIT:

Mit Far Cry Primal geht Ubisoft einen mutigen Schritt uns so ein noch nicht dagewesenes Setting zu bringen und das kann einen auch für mehrere Stunden begeistern. Als Spiel in Ego-Perspektive, verliert man aber aufgrund der Vielzahl an Möglichkeiten, das Gefühl, ein gutes Rollenspiel in den Händen zu halten.

Far Cry Primal ist aber ein Abenteuer in die Welt von Oros wert und macht den Geschichtsunterricht in dieser Epoche der Menschheit wieder interessant. Hier bekommt der Spieler viele Abenteuer und Erlebnisse für sein Geld geboten. (wir werden euch das Spiel mit kommenden Videos näher bringen.)


Wertung:

4 STERNE
einige Schwächen, dennoch ein klasse Erlebnis

 

Far Cry Primal – Special Edition
von Ubisoft
Preis: EUR 69,95
Alle Preisangaben inkl. MwSt.
Dieser Artikel erscheint am 23. Februar 

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Viktor Kaczmarek
Seit Anbeginn der Datasette von Computergames begeistert. Spielt alles was sich bewegt und für Atmosphäre sorgt. Nimmt gerne Peripherie unter die Lupe und auch auseinander, es bleiben immer Schrauben übrig. Germany 48.406558, 9.791973