[TEST] LIFE IS STRANGE (OHNE SPOILER)

Im vergangenen Frühjahr war es so weit, Entwicklerstudio Dotnod veröffentlichte die erste von fünf Episoden seiner Spielreihe „Life is Strange“. Pünktlich zum Jahrestag erschien nun eine auf Disc gepresste Fassung des Spiels, die neben allen Episoden auch erstmals deutsche Untertitel enthält.
Zeit also, sich Life is Strange genauer anzuschauen:

Die Story

Auch wenn dieser Test spoilerfrei ist und wir natürlich keine wichtigen Handlungsmomente vorwegnehmen wollen, die Rahmenhandlung von Life is Strange möchten wir dennoch kurz schildern. Ihr schlüpft in die Haut von Maxine Caulfield, die an der Universität vom kleinen Städtchen Blackwell, Fotografie studiert. Max scheint ein schüchternes und unsicheres Mädchen zu sein, die sich sonst aus allem Ärger heraushält.

Das Spiel beginnt damit, dass Max ihre besonderen Kräfte entdeckt – sie ist im Stande, nach belieben die Zeit zurück zu drehen und so Entscheidungen und Geschehnisse abzuändern. So nimmt die Handlung ihren Lauf und der Spieler in der Haut von Max, wird bald feststellen müssen, das selbst kleine Entscheidungen ungeahnte Konsequenzen entfalten können.

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Das Gameplay

Das Gameplay ist simpel gehalten und lässt sich gut mit Spielen wie „Beyond: Two Souls“ vergleichen. Ihr steuert Max durch eine feste Handlung und könnt mit der Umwelt und den Charakteren interagieren. Zusätzlich dazu, könnt ihr stets auf die Kräfte von Max zurückgreifen um die Zeit zu manipulieren und Einfluss auf den Ablauf der Handlung zu nehmen. Gespickt wird das Ganze mit oft sehr einfach gehaltenen Rätseln.

 

Die Stärken von Life is Strange

Das Hauptaugenmerk von Life is Strange liegt ganz klar in dem Erzählen einer packenden Geschichte über das Erwachsenwerden. Dabei werden Themen für den Spieler erlebbar gemacht, die sonst in der virtuellen Welt der Spiele eher keine Erwähnung finden. Erstaunlich ernste Themen wie dem Umgang mit Mobbing, die Auswirkungen von Entscheidungen aufs eigene und auf das Leben von anderen, sexueller Missbrauch und einschneidende Schicksalsschläge werden behandelt.
Life is Strange ist ruhig, spannend und sorg mehr als einmal für einen Kloß im Hals des Spielers. Die Geschichte ist ein rundum tolles Erlebnis, das auch noch im Gedächtnis bleibt, wenn die Konsole längst ausgeschalten ist.

 

Die Schwächen von Life is Strange

Gerade weil der Titel so emotional ist, wären glaubwürdige Gesichtanimationen und Bewegungen der Protagonisten eigentlich selbstverständlich, doch gerade diese Elemente wurden vom Entwickler sträflich vernachlässigt. Die Gesichter wirken starr und die Bewegungen oft hölzern animiert – schade.

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Das Fazit

Wer eine packende Geschichte erleben möchte, die wie ein gutes Buch, lange im Gedächtnis nachwirkt, der wird mit Life is Strange garantiert eine ebenbürtige Alternative zu Heavy Rain, Beyond Two Souls oder Telltale’s the Walking Dead finden.

Life is Strange kostet 19,99 € als Download im PlayStation Store. Die Disc-Version erscheint am 22.01.2016 und wird bei 29,99 € liegen. Die Spielzeit liegt bei etwa 10 bis 12 Stunden.

 

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