Capcom hat am 6. September 2019 Monster Hunter World auf der PlayStation 4 und Xbox One mit der ersten, aber auch letzten großen Erweiterung „Iceborne“ versorgt. Wir haben uns in die massive Erweiterung gestürzt und sie getestet. Das Hauptspiel, Monster Hunter World, welches zum Spielen der Erweiterung benötigt wird, erschien am 26. Januar 2018 für die PS4 und Xbox One sowie im August 2018 für den PC. Es ist der 20. Teil der Monster Hunter Reihe und ist zudem wieder das erste Monster Hunter, welches für die PlayStation 4, Xbox One, sowie den PC erschien. Zuvor wurde die Reihe von Monster Hunter 3 Ultimate bis Monster Hunter Stories exklusiv für die Nintendo Konsolen veröffentlicht. Das erste Monster Hunter erschien am 11. März 2004 erstmals in Japan und am 27. Mai 2005 in Europa für die PlayStation 2. Außerdem wurde Monster Hunter World weltweit über 12 Mio. und die komplette Reihe über 54 Mio. mal verkauft.

Wir haben Monster Hunter World: Iceborne auf der PlayStation 4 Pro mit einem Panasonic UHD-TV und der Soundbar SoundBlasterX Katana (Test) getestet. Das Spiel verbrauchte zum Testzeitpunkt mit dem Patch 10.11, knapp 49,02GB auf unserer Festplatte.


Ersteindruck
sowie man es gewohnt ist

Die massive Monster Hunter World: Iceborne Erweiterung erweitert jeden Aspekt von dem Hauptspiel und bringt einen enormen Umfang an neuen Inhalten mit sich, wie etwa die  größte Region des Spiels: Die Raureif-Weite, eine Vielzahl neuer Monster und Subspezies, verschiedene neue Gameplay-Optionen, und vieles mehr. Die Reise in Iceborne beginnt mit einer komplett neuen Geschichte, die direkt an die des Hauptspiels anschließt. Somit erkunden wir die neu entdeckte Raureif-Weite, ein schneebedecktes Areal, von dem mit voranschreitender Spielgeschichte rund um den mysteriösen Drachenältesten Velkhana immer neue Gegenden betreten werden können.

Nachdem wir das Spiel gestartet haben und im Hauptmenü angekommen sind, wird das Menü mit einer beruhigenden Hintergrundmusik untermalt, wie wir es bereits von Monster Hunter World gewohnt sind. Das Hauptmenü ist wie üblich übersichtlich gehalten und beinhaltet die Menü-Punkte „Spiel starten“ mit bis zu 3 verschiedene Spielständen, „Galerie“ „PlayStation Store“, „Optionen“, „Mitwirkende“ und „Support.

Der Menü-Punkt Optionen ist in 6 weiteren Punkten unterteilt: „Interface“, „Anzeige“ (Helligkeit, HDR-Ausgabe, Grafikeinstellungen), „Audio“ (Stimmen-, Musik- und Effektlautstärke, sowie Dynamikumfang, Soundausgabegerät, 3D-Audio, Sprach-Chat), „Sprache“ (Text, Audio und Untertitel), „Datenschutz“ und Standard (dieser Punkt stellt die Standardeinstellungen wieder her).

Ersteindruck von unserem Redakteur Marcel: Wie schon beim Hauptspiel war mir auch bei der Iceborne Erweiterung in den ersten Spielstunden klar, dass ich wieder jede Menge Spaß im Spiel haben werde und es jede Menge zu tun gibt, wie Quests abschließen und neue Ausrüstung schmieden. Mir gefallen vor allem die Klammer-Klaue und die neue Region „Raureif-Weite am Besten.


Gameplay
Alles beim alten, aber mit neuen Optionen

Monster Hunter World: Iceborne lässt sich vom Gameplay her wie das Hauptspiel spielen. Denn auch in der Erweiterung jagen wir wieder Monster, wie der Titel suggeriert. Aus den gefangenen oder getöteten Monstern erhalten wir Materialien und können so neue Rüstungen, Waffen sowie Gadgets herstellen. Dies gilt auch für unseren kleinen niedlichen Katzenbegleiter, einem Palico, der uns im Einzelspiel oder im 2 Spieler Koop überall hin verfolgt. Palico ist der Name der Katzen-Rasse. Die Monster können nicht nur getötet, sondern auch gefangen werden. Je weiter wir in der Erweiterung fortschreiten, werden auch die Monster stärker sowie anspruchsvoller. Um sie zu besiegen, benötigen wir neue Ausrüstungen und Übung, die das Wiederholen von Quests verlangt, sowie mit Freunden mehr Spaß machen, als alleine. Eine Taktik, die Monster zu besiegen, sind die Dark Souls ähnlichen Schwerter oder Lanzen, aber auch Pfeil und Bogen können benutzt werden.

Der Drachenälteste Velkhana

Die Story von Iceborne knüpft direkt an die Story vom Hauptspiel an und unser Ziel ist es, den neuen Drachenältesten Velkhana zu erlegen, welcher mächtige Eisattacken beherrscht. Bevor wir mit der Erweiterung los legen können, müssen wir Jäger-Rang 16 erreichen und die Hauptgeschichte von Monster Hunter: World abgeschlossen haben. Zudem führt Iceborne mit den Meisterrang einen höheren Schwierigkeitsgrad ein und wir kämpfen somit in einer komplett neuen Quest-Reihe, die von uns alles abverlangt. Auch die bekannten Revierkämpfe, wo zwei Monster gegeneinander kämpfen, sind auch in Iceborne vertreten. Mit Iceborne haben wir in jeder Erweiterung-Quest 50 Minuten Zeit um das Monster zu erlegen und die Quest erfolgreich zu beenden. Auch wie im Hauptspiel, haben die Monster in Iceborne keinen Lebensbalken und so ist der Kampf spannender sowie aufregender, da wir nie wissen, wann wir den Kampf gegen das Monster erfolgreich bestritten haben.

Dank zusätzlicher Gameplay-Optionen sind mit der Erweiterung auch ganz neue Jagdstrategien möglich – sowohl in der Raureif-Weite als auch in allen bisherigen Gebieten vom Hauptspiel. So können wir mit der Klammer-Klaue direkt an die Monster heranziehen, mit dem Zurückschrecken-Schuss Monster kurzzeitig betäuben oder die Schleuder einsetzen, während eine andere Waffe gezogen ist. Alle 14 Waffentypen wurden mit Iceborne erweitert und bieten so eine größere Spieltiefe im Kampf.


Grafik & Sound
sieht immer noch Schick aus

Monster Hunter World: Iceborne wird wie das Hauptspiel auf der Standard PlayStation 4/Xbox One in 1080p HD wiedergegeben und wurde für die PlayStation 4 Pro/Xbox One S optimiert und bleibt stets bei 30 FPS. So können PS4 Pro/Xbox One X Spieler können sich zwischen 3 Modi entscheiden: Auflösung, Details und Bildrate (Performance). Das Spiel bietet uns eine beeindruckende und farbenfrohe Grafik.

Die Erweiterung wurde, wie auch das Hauptspiel, komplett in deutsch lokalisiert, kann aber auch in englischer oder japanische Sprache mit deutschen Untertiteln gespielt werden. Zudem bekommen wir im Kampf gegen die Monster auch actiongeladene Musik geboten.


Umfang
so groß wie das Hauptspiel

Capcom ergänzt das Hauptspiel mit der Iceborne Erweiterung um eine neue Story, den Meisterrang, die neue eisige Region Raureif-Weite, das Endgame-Gebiet Die Leitlande, ein neues HQ und ist somit so groß wie das Hauptspiel. Das schneebedeckte Terrain bietet ein Ökosystem, das in starkem Widerspruch zu den existierenden Landschaften steht und sich im Laufe der Story immer weiter entfaltet. Iceborne präsentiert die größte Region, die bisher im Spiel zu finden war, und verspricht uns damit eine Masse neuer Inhalte, sowie mehr Quests, als im Hauptspiel geboten wurden. Die Erweiterung bringt uns zudem neue Monster, wie der zuvor nie entdeckte Banbaro, den im Schnee verborgenen Beotodus und den Drachenältesten Valkhana. Mit Iceborne kehren zudem auch Fang-Lieblinge wie Tigrex zurück. Es gibt zudem auch neue Sub-Spezien wie der Viper-Tobi-Kadachi und und den Schneesturm-Legiana.

Auch in Iceborne müssen wir wieder unsere Ausrüstung schmieden um eine Chance gegen die neuen Monster zu haben. Natürlich hinterlassen die neuen Monster auch ganz andere Schuppen, Knochen und Körperteile, die wiederum zu andersartigen Waffen und Rüstungen weiterverarbeitet werden können. Damit lassen sich auch die aus dem Hauptspiel schon bekannten Monster noch variantenreicher bekämpfen – wie immer gilt es dabei Schwächen der Monster und Stärken der Ausrüstung abzuwägen. Jedes Monster weist seine ganz eigene Anatomie auf, attackiert und verteidigt sich auf ganz unterschiedlicher Weise. So müssen zum  Beispiel unsere Waffen mal dicke Panzer durchdringen und unsere Rüstung spitze Stacheln widerstehen können.

Monster Hunter World: Iceborne erhält wie einst das Hauptspiel auch kostenlosen Content Nachschub. Das erste kostenlose Update ist für den Oktober 2019 geplant und stellt den wiederkehrenden Fanliebling Rajang, ein hyper-aggressives Monster, das umso gefährlicher wird je es wütender es ist, in den Mittelpunkt. Zudem startet im November auf der PS4 ein neues Horizon Zero Dawn Crossover-Event. Weitere Informationen zu diese und weiteren Updates werden in den kommenden Monaten enthüllt.

Erstmals bietet uns Capcom mit einer Erweiterung eine eigene Erfolg-/Trophäen-Liste. So können Erfolg-/Trophy-Hunter 50 Trophäen inkl. der begehrten Trophäe auf der PS4 und 49 Erfolge auf der Xbox sammeln.


Fazit
Es ist grandios

4 von 5 Sterne empfehlenswert blauAuch wenn ich im letzten Jahr die Welt von Monster Hunter World als absoluter Neuling betreten habe, hat mich die Erweiterung,  überzeugt und ich fühlte mich gleich in den ersten Spielstunden wieder wie zu Hause.

Wie das Hauptspiel, bietet uns Iceborne mit der Raureif-Weite  eine neue schöne eisige Umgebung. Auch die frischen Gameplay-Optionen wie die Klammer-Klaue konnte uns sehr überzeugen. Monster Hunter Veteranen fühlen sich mit der Iceborne ganz daheim. Wer Monster Hunter mag, der wird Iceborne lieben. Auch für Neulinge könnte die Erweiterung etwas sein, die auf spannende Kämpfe uns eisige Umgebunden stehen. Kurz und knapp, eine Erweiterung der Spitzenklasse mit genialen Preis-Leistung-Verhältnis.

Umfangreich, vielseitig und unterhaltsam.


Monster Hunter World: Iceborne ist seit dem 6. September 2019 als Master Edition im Handel, sowie als digitaler Download erhältlich und enthält sowohl das Hauptspiel als auch die Erweiterung Iceborne. Das Hauptspiel Monster Hunter: World wird benötigt, um Iceborne spielen zu können. Für Besitzer von Monster Hunter World ist die Erweiterung Monster Hunter World: Iceborne als digitaler Download zum Preis von 39,99€ erhältlich. Eine Digital Deluxe-Version, die sowohl das Hauptspiel als auch die Erweiterung Monster Hunter World: Iceborne sowie ein Deluxe Kit mit kosmetischen Items enthält, wird für 49,99€ angeboten.

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Marcel Reise
24 Jahre | Männlich | aus Geseke | PlayStation, Nintendo Switch & Xbox One Gamer | ehemaliger PSN Trophy-Hunter | Redakteur bei Play-Experience.com