Hardware Test

[ TEST ] Onkyo TX-NR696 – zukunftsfähiges Home Entertainment mit THX

Heimkinos werden, mit dem Tonformat Dolby Atmos, immer beliebter und heben zugleich Film, Spiele und Musik in eine neue Ebene. So haben wir einmal mehr bei uns Platz geschaffen, damit der THX zertifiziert AV-Receiver TX-NR696 von Onkyo uns mit seiner Leistung beschallen kann.

Der Onkyo TX-NR696 ist ein Dolby Atmos-fähiger AV-Receiver mit Netzwerkfunktionen für verschiedene Streamingdienste, einer kompletten Vollaustattung für das Heimkino und einem Leistungspotenzial um Filme/ Spiele/ Musik  emotional erleben zu können. Der Receiver wurde von Onkyo im März vorgestellt und ist seit April bei amazon.de verfügbar. Die UVP beträgt 649,-€, ist aber schon deutlich für mehr als 100 Euro weniger auf amazon.de erhältlich. Der TX-NR696 wird in den Farben schwarz und silber angeboten.

schlicht, übersichtlich und dennoch ansprechend (Aufkleber kann problemlos entfernt werden)

Onkyo ist ein 1946 gegründetes japanisches Unternehmen mit Sitz in Osaka. Onkyo bedeutet in etwa „Klangharmonie“ und die Japaner führten neuartige Technologien wie WRAT (Wide Range Amplifier Technology) sowie die Ethernet-Schnittstelle bei AV-Receivern ein. Richtungsweisend ist Onkyo durch seine THX-zertifizierten Receiver und im Jahr 2014 erwarb das Unternehmen die Mehrheit von Pioneer. Heute gehen Onkyo & Pioneer bei ihren Modellen Hand in Hand und können noch heute, durch eine reichhaltige Ausstattung ihrer AV-Receiver, überzeugende Argumente auf den Markt bringen. Neben dem Angebot an AV-Receivern, bietet Onkyo noch tragbare Audiogeräte, Personal Audio-Systeme, Hifi-Komponenten, Lautsprechersysteme und Zubehör an.

Ausstattung

zukunftsfähiges Home Entertainment

optisch gibt es wenig oder so gut wie keine Änderungen zu seinen Schwestern

Wie es sich für einen modernen AV-Receiver gehört, packte Onkyo alles rein was heute an modernen Bild- und Tonformaten zu haben ist und der interen Quad-Core ermöglicht uns auch die Auswahl zahlreicher Soundmodi. So stehen viele Streamingdienste zur Verfügung, eine Multiroom-Funktion für Sonos, Chromecast, AirPlay 2, DTS PlayFi, FlareConnect, sowie Bluetooth. Mit 7 HDMI-Eingängen, 2 HDMI-Out, 2 digitalen Eingänge und weiteren analogen Anschlüssen wird es uns ermöglicht, sogar einen Plattenspieler anzuschließen. Mit 7 Boxen und einem Subwoofer lassen sich Konstellation von 5.2.2 für das klassische Dolby Atmos Heimkino aufbauen. Dem einen oder anderen dürfte das vielleicht etwas zu wenig sein, denn die geringe Anzahl machen Zone 2 oder einen Bi-Amp Betrieb nur schwer möglich. Das geht zu Lasten vom Dolby Atmos Erlebnis. Doch hier hilft Onkyo sich selber und stellt mit Dolby Atmos Height Virtualizer, DTS Virtual:X und einer horizontalen Lautsprecheranordnung, ein 3D-Klangfeld zur Verfügung.

Damit wir die Zukunft nicht bei einem Standard hängen bleiben, gibt es 4K/ 60p, 4K HDR, 4:4:4/24-bit, BT.2020 und HDCP 2.2 auf den HDMI-Anschlüssen. Natürlich ist eine Kompatibilität von Dolby Vision auch dabei. Mit 175 Watt je Kanal, dürfte auch genügend Power mit an Board sein. Wir haben bei uns eine 5.0.2 Konstellation aufgebaut, da die Teufel Ultima 40 über genügend Bass verfügen. Einmal mehr kommen die THX zertifizierten Boxen aus dem HT-S9700THX Kinosystem im Surround zum Einsatz und werden mit den SKH-410 Atmos Lautsprechern von Onkyo abgerundet. Für das optimale Bild sorgt ein Panasonic DP-UB154 UHD-Player. Da der TX-NR696 auch über einen zweiten HDMI-Out verfügt, ist die Nutzung eines Beamers, neben einem Fernseher, auch kein Problem.

zahlreiche Anschlüsse mit modernen Standards


Optik, Handhabung, Bedienung

neue Technik im alten Gewand

Optisch präsentiert Onkyo den TX-NR696 wie seine vielen Vorgänger und einen gravierenden Unterschied konnten wir nicht erkennen. Er zeigt sein bekanntes Erscheinungsbild und bleibt sich somit treu. Klare Linien prägen das Design und es ist nicht zu sehr verspielt. Wie schon beim TX-NR676E, finden wir alle Tasten sehr übersichtlich angeordnet. Ein großes Stellrad für die Lautstärke ist ebenso prägend, wie die zwei kleinen linken Drehräder. Die Mitte bildet den optimalen und sofortigen Zugriff auf sämtliche Quellen, darüber das LED-Bild um uns alle notwendigen Informationen zu liefern. Die wohl auffallendste Neuheit ist die Fernbedienung. Hier setzt Onkyo auf ein neues Modell, welche selbstbeim TX-TZ830 noch nicht zum Einsatz kam. Nun stehen uns etwas mehr Tasten zur Auswahl und macht die Bedienung von der Couch etwas angenehmer. Schick und elegant sieht bestimmt anders aus aber einmal mehr, steht wohl die Funktionalität im Vordergrund. Wer mag kann gerne auch zur App greifen, das bleibt aber Geschmackssache und ganz so ausgereift ist diese noch nicht. Da bleiben wir lieber bei der guten alten Fernbedienung, auch wenn das andere Japaner besser im Griff haben.

Betrachten wir die Rückseite, so ist alles an Ort und Stelle. Der Anschluss ist daher schnell getätigt und lässt eigentlich keine Wünsche offen. Nur wer etwas ältere Geräte anschliessen will, wird feststellen: kein Video-Chinch und Component. Hier ist alles schon rein auf die Zukunft ausgerichtet und der HDMI steht im Mittelpunkt. Mit einigen Chinch-Audio und Toslink ist aber noch lange nicht Feierabend. Die Krone erhält der TX-NR696 AV-Reciever mit seinem Phono-Anschluss und dem integrierten Vorverstärker. Immerhin ist die gute alte, schwarze Schallplatte wieder ganz groß im Kommen.

Ist einmal alles verdrahtet und verkabelt, starten wir das Programm zur Einmessung der Boxen. Wie schon immer bei Onkyo, leitet uns die AccuEQ Home Calibration durch das Menü, das sich auch auf unserem Bildschirm zeigt und damit alles sehr einfach und verständlich macht. Für eine optimale Nutzung, empfehlen wir vorab eine Aktualisierung der Firmware vorzunehmen. Also einmal an das heimische Netzwerk anschließen und sich etwas Zeit für einen Kaffee nehmen. Das dauert rund 15-20 Minuten und lässt die Spannung auf das Sounderlebnis steigen. Die gesamte Installation dauert im Schnitt 20-30 Minuten. Ein Hexenwerk ist das nicht und dürfte auch so manchen Einsteiger in die Heimkinowelt, nicht verzweifeln lassen. Die kurze Bedienungsanleitung schafft nur einen groben Überblick aber im Netz, auf der hauseigenen Webseite, gibt es eine ausführlichere Anleitung. Zur Not steht telefonisch auch ein Support bereit. Okay, nachts um eins sicherlich nicht mehr aber da sollte man seine Anlage auch lieber nicht testen, bevor man noch seine Nachbarn verärgert *smile* .

ein neuer Typ von Fernbedienung

Wer einmal einen Onkyo AV-Receiver hatte, der macht alles im Schlaf. Onkyo hält somit seine Fans und Kundenbasis bei der Stange, ohne für Überraschungen zu sorgen, was auch gut so ist. Einen Design-Award bekommt Onkyo für den AV-Receiver sicherlich nicht, kann aber mit der Schlichtheit und Funktionalität überzeugen.


Klangbild & Soundkraft

das THX macht sich bemerkbar

Nachdem wir nun die Installation abgeschlossen haben, geht es dem AV-Receiver an den Kragen. Wir drehen auf. Im ersten Moment entpuppt sich ein schöner Kinoklang, der zu überzeugen weiß. Einen groben Unterschied zum etwas älteren TX-NR676E herauszuhören, fällt anfänglich etwas schwer. Doch mit der Zeit und den genüsslichen Stunden beim Film, zeigen sich die ersten Nuancen auf. Onkyo hat einen Feinschliff im Klangbild vorgenommen und dank des THX Zertifikats, hören wir vereinzelt, die Details besser heraus. Daraus können wir aber gerne ein Streitthema machen, so wie ob nun Dolby oder DTS das bessere Tonformat ist. Hier entscheidet letztendlich der eigenen Geschmack und das Hörvermögen.

Der Onkyo AV-Reveiver liefert in unsere heimischen Stube ein wahres kinowürdiges Sounderlebnis. Dank Dolby Atmos oder DTS X, kommen die Höhenlautsprecher kräftig zum Vorschein und ziehen uns mitten in das filmische Erlebnis hinein. Wer mag kann noch auf die zahlreichen Soundmodi zurückgreifen und wird sich in erster Linie auch hier über die THX-Soundmodi freuen. Diese machen selbst aus einer alten Dolby Digital Tonspur, ein klares und ehrliches Klangbild. Für den Betrieb einer CD oder einer Vinyl, greifen wir gerne auf das „Pure-Audio“ zurück und können Stereo in seiner vollen Pracht erleben. Unverfälscht und schön sauber zeigt sich hier das ursprüngliche Tonformat. Der bei uns angeschlossenen Panasonic UHD-Player liefert über Bitstream das undecodierte Format und der Onkyo TX-NR696 wird gefordert, ist aber niemals überfordert. Egal ob nun rein PCM mit 44,1 kHz bei einer Compact Disc, Dolby Atmos bei einer UHD-BD oder gar bei beim Stream einer Hi-Res Audio Datei, Schwächen kennt der AV-Receiver nicht. Okay, wer hier mehr auf das Pure-Audio steht, wird sicherlich etwas zu bemängeln haben. Diese Puristen sind aber mit dem NR-TX696 falsch beraten worden und sollten eher zu einem reinen Stereo-Verstärker greifen.

Mal ordentlich Aufdrehen macht der AV-Receiver auch mit und nicht nur unsere Nachbar haben etwas von der Neuanschaffung mitbekommen. Mit den Teufel Ultima 40, bildet der Onkyo Receiver sprichwörtlich eine Symbiose. Beide spielen sich gegenseitig in die Hände. Während der TX-NR696 genügend Kraft und Leistung liefert, feiern sich die Membranen im Rhythmus gegenseitig. Mehr braucht kein Mensch in der Stube – oder doch ? Alles eine Sache der Nachbarn und der eigenen Wünsche.


Fazit

der Einstieg ins THX-Heimkino

Wer schon immer von einem Heimkino geträumt hat, ohne dabei viel Geld ausgeben zu wollen, der ist mit dem Onkyo TX-NR696 mehr als nur gut bedient. Dank des THX-Select sorgt dieser für eine fast perfektes Kinosounderlebnis. Es fehlt eigentlich nur noch eine große Cola und das Popcorn. Einmal mehr beweist Onkyo mit einem THX-zertifizierten AV-Receiver zu begeistern und liefert großes Kino und einen sauberen Klang. Abstriche hingegen mussten wir bei der Anzahl der maximalen Lautsprecherpaare und den mageren Nebenanschlüssen für älter Geräte (Xbox 360/ Nintendo SNES/ PlayStation 2) machen. Hier vermissen wir den Componenten-Anschluss. Dafür punktet er aber deutlich mit den modernen Standards, bis hin zu Dolby Vision. Der TX-NR676 ist eine moderne und zukunftssichere Schaltzentrale für das heimische Kino und macht aus den Schmetterlingen im Ohr, X-Wings aus Star Wars. Volle Empfehlung von uns. 

 

 

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