Bild: QPAD & PE

[ TEST ] QPAD DX900 – Kabellose Gaming-Maus mit anpassbarer Grifflänge

Von Gamern für Gamer: So lautet die Devise des bereits 1992 in Schweden gegründete Unternehmens QPAD, welches hochwertige Hardware, wie Tastaturen, Mäuse oder Headsets, für Pro-Gamer anbietet. Mittlerweile gehört die Firma zu dem taiwanesischen Technik-Giganten Darfon Electronics, hat aber seine Eigenständigkeit und vor allem seinen hohen Qualitätsanspruch nicht eingebüßt. Grund genug, uns die neue Flaggschiff-Maus DX900 genauer anzuschauen und einem ausgiebigen Gaming-Test zu unterziehen.

Ersteindruck

Hochwertige Verarbeitung, Ergonomie herausragend

Die erste optische sowie haptische Begegnung mit der QPAD DX900 fällt schon mal durch die Bank positiv aus. Im Lieferumfang finden sich neben der ersten schnurlosen Gaming-Maus im breiten QPAD-Sortiment, ein rund 1,80 m langes und wertig stoffummanteltes USB-A auf USB-C-Lade- sowie Anschlusskabel, ein separater USB-A auf USB-C-Adapter, eine zusätzliche Handauflage, ein USB-Dongle für die 2,4 GHz-Funkverbindung sowie tatsächlich noch eine gedruckte Schnellanleitung, die knapp, aber ausreichend, die Tasten und Funktionen erläutert.

Ein kleiner Tipp: Den Dongle findet ihr in einem passenden Einschub, wenn ihr das untere Abschlussgehäuse abzieht. Und wenn wir schon dabei sind, gehen wir auch gleich auf die unserer Meinung nach cleveren und sinnvollen Grifflängenanpassung ein. Der Gehäuseabschluss lässt mit zwei Handgriffen einfach austauschen und verlängert so nach Wunsch und eigener Handgröße die Grifflänge der Maus. Dabei wird das Gehäuse mittels Magnetverschluss sicher verankert, ein versehentliches Abziehen, auch bei hektischen Mausbewegungen, ist nicht zu befürchten.

Ergonomisch kann die DX900 ordentlich punkten: Die symmetrische Form bedeutet, dass Links- sowohl Rechtshänder einen bequemen Griff haben. Das texturierte Plastikgehäuse, besonders die an beiden Seiten angebrachten, geriffelten,  Gummileisten, sorgen zusätzlich für eine stabile und zielgenaue Handhabung. Mit einem Gewicht von etwas mehr als 90 Gramm gehört der Nager zwar nicht zu den absoluten Leichtgewichten, was uns persönlich aber entgegenkommt, da wir gerne spüren, dass wir was in der Hand haben und so eine bessere Performance erreichen. Wer alles jenseits des Gewichts einer Feder als untauglich erachtet, sollte erst einmal Probegreifen.

Anschluss und Ausstattung

Kabellos und kabelgebunden nutzbar, bis zu 16.000 DPI, RGB-Beleuchtung

Anschließen lässt sich die DX900 sowohl kabellos per Standard USB-A-Dongle, mit dem per 2,4 GHz-Band die Daten nahezu latenzfrei gesendet und empfangen werden als auch kabelgebunden mit der beiliegen Verbindung. Eine zusätzliche Treiberinstallation ist grundsätzlich nicht notwendig, Plug & Play funktioniert wie erwartet einwandfrei und alle notwendigen Einstellungen lassen direkt an der Zocker-Hardware vornehmen. Empfehlenswert ist aber der Download der proprietären Qontrol-Software, die umfangreiche  Optionen zur Verfügung stellt, beispielsweise die Einstellung der Farben und Effekte der RGB-Beleuchtung am unteren Gehäuse, eigene Belegungen der Maustasten oder auch die Erstellung von individuellen Makros.

Wer darauf verzichten kann, findet alle essenziellen Bedienelemente direkt an der Maus. Auf der Unterseite findet sich der Ein-/Aus-Schalter sowie ein Druckknopf, der die DPI der Sensorauflösung zwischen 400 und 16.000 umschaltet. Eine nicht zu übersehende Status-LED direkt unter dem Mausrad informiert über den aktuellen Ladezustand. Leuchtet es rot, solltet ihr kurzfristig über eine Ladepause nachdenken oder mit angeschlossenem Kabel weiter zocken.

Alltagstest

Fantastische Druckpunkte, sehr guter Sensor, hohe Akkulaufzeit

Die Ausstattung ist enorm, die Verarbeitung makellos, die Ergonomie geradezu vorbildlich, aber wie schlägt sich der Nager für die Zielgruppe Pro-Gamer und E-Sportler in der Praxis? Knapp gesagt: Hervorragend. Etwas ausführlicher: Neben den bereits angesprochenen Vorzügen überzeugt ebenfalls der verwendete Sensor von PixArt mit hoher Präzision. Die Mikroschalter der acht Drucktasten reagieren mit einem gut hörbaren Klicken und verfügen über angenehme Druckpunkte. Dazu gesellt sich eine Dauerzocker-gerechte Akkulaufzeit. Erst nach einer Woche täglichen Betriebs machte uns die rote Status-LED darauf aufmerksam, das Ladekabel einzusetzen. Hätten wir auf die RGB-Beleuchtung verzichtet, dürften wir mit einer erheblich höheren Laufzeit rechnen.   

Fazit

Qualität hat ihren Preis

Mit der DX900, der ersten drahtlose Maus von QPAD, ist dem Gaming-affinen Traditionsunternehmen ein starkes Debut gelungen: Die hochwertige Verarbeitung, das symmetrische Design für Links- sowohl Rechtshänder und der gesamte ergonomische Aufbau, mit texturierter Plastik-Grifffläche, gummierten Seiten und den austauschbaren Gehäuseabschlüssen bieten keinen Platz für nennenswerte Kritikpunkte. In der Praxis überzeugt nicht nur das Handling, der verbaute PMW-Sensor von PixArt sorgt für pixelgenaue Steuerung und der Akku erweist sich auch unter Dauerlast als wochenlanger Energiespender, zumindest, wenn auf die stromfressende RGB-Beleuchtung verzichtet wird. Unserer Meinung nach gut angelegte rund 100 Euro für Gamer, die ihr Hobby ernsthafter betreiben möchten. 

QPAD Gaming Maus DX900 16.000 DPI FPS, drahtlos
  • Anpassbare Grifflänge – Mit dem austauschbaren Abschlussgehäuse können Sie entsprechend Ihrer Vorliebe zwischen längerem und kürzerem Design wählen.
  • Beidhändiges Design mit hohem Profil – Ergonomisches, komfortables Design für Rechts- und Linkshänder. Sie können alle Tastenfunktionen per Qontrol anpassen und zudem die nicht benötigte seitliche Taste deaktivieren. Hochflexible Einstellung, damit Sie mit der einzigartigen DX-900 Ihren eigenen Stil kreieren können.
  • Einrichtung unmittelbar und per Qontrol-Software – Es gibt zwei Möglichkeiten zum Starten der DX-900: Plug-and-Play ist die schnellste Möglichkeit, Ihr neues Hilfsmittel in Betrieb zu nehmen. Wenn Sie professionelle Einstellungen anpassen möchten, starten Sie einfach die Q-Software und nehmen Sie die gewünschten Einstellungen vor.
Ulrich Wimmeroth
... wenn es einen Stecker hat, dann wird es getestet. Spielt aktuell die meiste Zeit Destiny 2 auf PS5 oder Gunhed auf der guten alten PC Engine.