Hardware Test

[ TEST ] Steelseries APEX Pro – eine Innovation der Gaming-Peripherie

Auf der diesjährigen gamescom präsentierte uns Steelseries ihre neue Tastatur –  Die Apex Pro. Neben der Apex Pro ist eine TKL-Variante, ganz ohne rechten Zahlenblock ebenfalls erhältlich. Die neue Apex Pro bildet das neue Flaggschiff der Apex-Serie und wird aktuell zu einer UVP von 229,99€ angeboten. Die Apex Pro kann am PC, Laptop, Mac, Xbox One und PlayStation 4 genutzt werden.

Die Steelseries Apex Pro ist die weltweit erste Tastatur mit anpassbaren mechanischen Schaltern, auch als Switches bekannt. Neben der beliebten RGB-Beleuchtung verfügt die neue Tastatur über die bekannten Features der Apex 7 Reihe. Dazu gehört das OLED-Display, ein Rahmen aus Aluminium, sowie die vollständige Integration in die Steelseries Engine. Im Mittelpunkt steht aber die neue Innovation des anpassbaren Weges, den eine Tastenauslösung zurücklegt.

SteelSeries ist ein 2001 gegründetes, dänisches Unternehmen, welches unter dem Namen Soft Trading seinen Ursprung fand. Soft Trading konnte sich schnell einen Namen machen, da man sich auf die Produktion von Icemat- und Steelpad Mauspads spezialisierte. Erst im Jahr 2007 fand das Unternehmen zu seinem heutigen Namen. Durch die Übernahme des nordamerikanischen Herstellers von Gaming-Peripheriegeräten Ideazon, baute SteelSeries sein heutiges Portofolio aus. Weitere Investitionen im Jahr 2012 durch eine US-amerikanische Beteiligungsgesellschaft, machten SteelSeries zu einem der bekanntesten und erfolgreichsten Unternehmen im Bereich Gaming-Peripherie. Heute sponsert SteelSeries eine Vielzahl an eSportlern und ist Partnerschaften mit vielen bekannten Namen im Gaming-Bereich eingegangen.

Ersteindruck 

Gaming-Gear in anmutiger Harmonie

Da wir auf der gamescom die Apex Pro nur so hoppla-hop zu Gesicht bekommen haben, genossen wir unseren gemeinsamen ersten Augenblick intensiver den je. Steelseries präsentiert die Apex Pro in einem optisch bekannten Karton, samt orangefarbigem Layout. Dieser informiert uns, gut bebildert, in mehreren Sprachen über dessen neues Feature: Omnipoint Mechanical Gaming Switches. Hier gilt als positiv zu erwähnen, dass Steelseries komplett auf ein Kunststoff-Inlay für den Transport verzichtet und die Tastatur ebenso sicher im reinen Karton einbettet. Schieben wir den Karton auf, zeigt sich die Tastatur sehr schlicht, übersichtlich und sogar anmutig. Die „Handballenauflage“ befindet sich etwas versteckt und wird einfach unkompliziert über eine magnetische Lösung in Position gebracht.

Schon auf den ersten Blick erkennen wir die bekannten Apex-Features. Neben dem OLED-Display finden wir das Stellrad, sowie den Steelseries-Schalter vor. An der linken oberen Stirnseite gibt es einen beleuchteten USB-Passthrough-Port, der über das USB-Y-Kabel verbunden wird. So können wir dort USB-Sticks einstecken oder einfach unsere Rival 710 Maus, da wir diese gerne auch mal mitnehmen und nicht mehr ständig hinter den PC-Tower kriechen müssen.

Drehen wir die Tastatur kurz um, offenbart uns Steelseries ein weiteres Feature, das wir begrüßen. Das Kabel der Apex Pro ist zwar fest mit der Einheit verbunden, aber wir können uns für dessen Weg nach Hinten entscheiden. Das Kabelmanagement bietet uns die Möglichkeit das Kabel nach links, rechts oder mittig abzuführen. So entdecken wir in diesem Zug auch die ausklappbaren Standfüsse, um die Apex Pro steiler positionieren zu können.

durchdachtes Kabelmanagement

Die Apex Pro nimmt mit rund 44 cm x 14 cm nicht viel Platz ein und selbst die zusätzliche Handballenauflage integriert sich nahtlos in das ganze System, bietet uns durch das Schnellwechselsystem die Möglichkeit sie schnell entfernen zu können. Der Apex Pro wurde auf der Oberseite des „Kastens“ ein Deckel aus Aluminium spendiert. Steelseries spricht hier sogar von Aluminium, das der Luftfahrtqualität entspricht. So erreicht die Steelseries Tastatur ein Gewicht von unter einem Kilogramm. Nun aber genug bestaunt, schließen wir sie an.


Software & Bedienung

Willkommen zu Hause

Wer Steelseries kennt, der weiß das die Dänen für ihre Produkte eine hauseigenen Treiber-Engine kostenlos zur Verfügung stellen. Nachdem wir die Apex Pro mit beiden USB-Steckern an unseren Computer angeschlossen haben und Windows seine Hausaufgaben gemacht hat, starten wir die Steelseries Engine. Solltet ihr sie noch nicht haben, gehts zum Download hier entlang: Link Steelseries Engine Download

Wie gedacht, wird die Apex Pro automatisch erkannt und fühlt sich neben der Rival 710 Maus und dem Prism Cloth Mauspad gleich zu Hause. Mit einem Klick weiter erhalten wir einen Blick, welche optionalen Einstellungen uns mit der Apex Pro geboten werden. Hier zeigt sich dann auch, dass Steelseries die neuen anpassbaren Switches nicht über die gesamte Tastatur verteilt hat, sondern auf die wichtigsten 62 Tasten vom Hauptfeld konzentriert. Bei den umliegenden F- und M- Tasten sowie dem rechtem Zahlenblock, griff Steelseries auf die roten Switches der Apex 7 zurück – für eine lineare ruhige Tastenreaktion.

Jede einzelnen der 62 einstellbaren Tasten, können wir einen Wert geben.

Kommen wir aber zum Highlight: Den neuen 62 mechanischen, weißen Schaltern mit anpassbarer Empfindlichkeit. Handelsübliche mechanisiche Gaming-Tastaturen haben einen vordefinierten Auslöseweg, der sich je nach Switches zwischen 1 mm und 2 mm bewegt.  Die Apex Pro bietet uns 10 Stufen von 0,4 mm bis 3,4 mm für die Einstellung. Jede Taste benötigt zur Auslösung einen Kraftaufwand von 45 cN (entspricht etwa 45,887 Gramm) und Steelseries kommt damit den Vorstellungen zahlreicher eSportler nach. So können unsere Finger sich wie bei einer elektronischen Laptop-Tastatur bewegen oder einfach aktiver wirken lassen. Der Sinn kommt einer alten Schreibmaschine gleich, wo wir die heutige Shift-Taste für die Großbuchstaben wesentlich tiefer eindrücken mussten, um ein Heben der Lettern zu ermöglichen.

Kennzeichnung der Kabel für USB und Tastatur

Die Vorteile lassen sich alleine hier schon beim Tippen diesen Tests bemerken. Während wir Wort für Wort eingeben, können wir bestimmte Tasten tiefer definieren, damit ein unbeabsichtigtes Auslösen vermieden wird. Dazu zählen sicherlich in erster Linie die Leertaste und die Shift-Taste. Das war jetzt nur ein Beispiel, lässt sich aber auch wunderbar auf das Gaming umlegen. Während die Tasten WASD im Mittelpunkt stehen und sehr rasch ohne „Hacken“ reagieren sollen, können wir andere Tasten „zum Nachladen der Waffe“ oder „den Einsatz eines Sani-Packs“  so definieren, dass diese erste durch eine „härte“ Eingabe auslösen. Schauen wir uns nur mal unsere Finger zur WASD-Bedienung an, so sind Zeige-, Mittel- und Ringfinger unterschiedlich lang und können beim Drücken der Tasten unterschiedliche Reaktionswege verlangen. Es kann auch schnell passieren, dass der kleine Finger unbeabsichtigt ein Auslösen der Shift- oder CTRL-Taste verursacht. Diesen Tasten weisen wir einfach einen längeren Hubweg zu. Gerne wird auch der Daumen auf der Leertaste abgelegt und bei den häufigsten mechanischen Tastaturen wird durch den 1-2 mm großen Hubweg ein Auslösen verursacht, das nicht gewollt ist. So wählen wir einfach auch einen längeren Hubweg für die Leertaste aus. Der Clou bei dieser Innovation wäre noch eine Dosierbarkeit gewesen. Technisch wäre das von Seiten der Software sicherlich kein Problem, was bedeuten würde: Drücken wir eines der analogen Hall-Effect-Magnetsensor-Switches sachte, geht unsere Figur im Spiel. Drücken wir nun die Taste voll durch, fängt sie an zu rennen. So könnte man die Tastatur auch in Rennspielen nutzen, um das Gas- sowie Bremspedal dosieren zu können. Was nicht ist, kann aber noch werden. Vielleicht nimmt sich Steelseries dieser Sache an. 

Die Idee zu dieser Tastatur mit Switches auf analoger Hall-Effect-Magnetsensor-Basis ist sicherlich nicht neu und wurde bestimmt von den Vorzügen der Computer-Gaming-Maus abgeleitet. Eine Maus können wir heute so einstellen, dass wir über deren Weg zur Reaktion bestimmen. Bei den Tastaturen war der Auslöseweg bisher immer vorgegeben. 

Die Steelseries-Engine offenbart natürlich noch weitere Features. So können wir gleich in 5 Profilen unsere Tastenwünsche abspeichern. Diese können dann auch fix über das OLED-Display gewechselt werden. So haben wir uns neben einem Profil für Shooter, auch ein Profil für Echtzeitstrategie und sogar eines für den Office-Bereich erstellt. Hier liegt der Vorteil klar bei der Apex Pro.  Natürlich können wir uns auch Makros einstellen, ein Lichtermeer wie am Times Square aktivieren und personalisieren. Sogar das OLED-Display kann mit einem eigenen Logo versehen werden. Zusätzlich gibt es in der Steelseries-Engine weitere Apps, um das Erlebnis mit der Apex Pro intensiver gestalten zu können.


Fazit 

Die innovativste Tastatur der Welt 

Mit der Apex Pro bringt Steelseries neue Switches, die auf analoger Hall-Effect-Magnetsensor-Basis funktionieren und bisher bei keinem anderen Hersteller zu finden sind. Gleichzeitig kann Steelseries mit dieser neuen Technologie die Reaktionszeit um ein vielfaches verringern. Damit wird die Apex Pro aktuell nicht nur zu schnellsten Tastatur, sondern auch zur innovativsten – ganz ohne Konkurrenz. Der wählbare Auslöseweg der Tasten dürfte sowohl Gamer, als auch Schreibern gleichermaßen entgegenkommen, da die Apex Pro die Vorzüge einer mechanischen, als auch elektronischen Tastaturen mitbringt. Morgens noch eine Mail tippen, während am Abend über das Schlachtfeld gerannt wird. Einfach Profile erstellen, Licht an oder aus machen und von der Arbeit ins Vergnügen stürzen. 

Auf die beliebten Vorzüge der Apex-Serie braucht nicht verzichtet zu werden. Die Verarbeitung spricht mal wieder für sich und zeigt keine Makel. Die Tasten unterstützen die haptische Wahrnehmung und lassen uns blind schreiben. Die Apex Pro wird sicherlich nicht die letzte Tastatur sein, die unsere Finger sanft und ruhig über die einzelnen Buchstaben bewegen wird, ist aber aktuell bei uns nicht mehr wegzudenken. Unsere Liebe trifft hier auf die Leidenschaft von Steelseries. 

 

 

 

 

 

 

 

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