Hardware Test

[ TEST ] Steelseries Sensei Ten – eine Legende kehrt zurück

Neuauflagen, Retro im neuen Lock, Remakes und Remaster sind gerade stark angesagt. So hauchte BMW dem Mini neuen Glanz und Glorie ein, ein Final Fantasy VII wird als Remake erscheinen und allgemein immer mehr ältere Spiele sollen als Remaster noch mal die Spieler erreichen. Also springt auch Steelseries mit auf diesen Zug auf und bringt seine bekannteste und am häufigsten verwendeten Maus im eSport zurück. Doch unter der Haube spendierte Steelseries der Sensei Ten den brandneuen TrueMove Pro-Sensor. Wir haben sie in die Hand genommen und über das Mauspad geführt. Aktuell wird die Steelseries Sensei Ten zu einer UVP von 79,99€ angeboten. Die Preise bei amazon.de ordnen sich bei der UVP ein.

SteelSeries ist ein 2001 gegründetes, dänisches Unternehmen, welches unter dem Namen Soft Trading seinen Ursprung fand. Soft Trading konnte sich schnell einen Namen machen, da man sich auf die Produktion von Icemat- und Steelpad Mauspads spezialisierte. Erst im Jahr 2007 fand das Unternehmen zu seinem heutigen Namen. Durch die Übernahme des nordamerikanischen Herstellers von Gaming-Peripheriegeräten Ideazon, baute SteelSeries sein heutiges Portofolio aus. Weitere Investitionen im Jahr 2012 durch eine US-amerikanische Beteiligungsgesellschaft, machten SteelSeries zu einem der bekanntesten und erfolgreichsten Unternehmen im Bereich Gaming-Peripherie. Heute sponsert SteelSeries eine Vielzahl an eSportlern und ist Partnerschaften mit vielen bekannten Namen im Gaming-Bereich eingegangen.

Ersteindruck & Verarbeitung 

weniger ist hier mehr 

Die Original Sensei Mouse aus dem Jahr 2009

Wie gewohnt, präsentiert Steelseries die Sensei Ten in einem orangefarbigen Schiebekarton, der uns in mehreren Sprachen und einigen Bildern die Features der „Legende“ näher bringt. Dabei deutet nichts darauf hin, dass diese Maus in ihrer Idee eigentlich schon 10 Jahre alt ist. Steelserie brachte 2009 mit der Sensei eine Maus auf den Markt, die unter dem Namen Xai berühmt wurde. Die Sensai Xai wurde vermehrt im eSport eingesetzt und fuhr dort zahlreiche Erfolge ein. Diese Erfolge führten dazu, dass zahlreiche andere Hersteller versuchten die Form der Sensei Mouse für ihre Zwecke zu kopieren, dies aber nie erreichten.

Der True-Move-Sensor ist unser brandneuer Flaggschiff-Sensor. Wir haben den Sensor in Zusammenarbeit mit PixArt entwickelt und ihn exklusiv für unsere Mäuse entwickelt. Die beiden neuen Funktionen des Sensors sind seine Neigungsverfolgung und sein höherer Schwellenwert für die Rundsteuerung. Tilt Tracking hilft, wenn ein Benutzer die Maus schnell bewegt und die Maus schräg nach unten schlägt. Durch eine Mischung aus Hardware und Firmware, sowie der präzisen Beschaffenheit des Sensors, konnten wir dies vollständig vermeiden. Was die Rundsteuerung betrifft, so haben selbst die besten Sensoren bei hohen CPIs einen geringen Jitter und müssen ihn glätten. Alle Mäuse verwenden eine Form der Ripple Control, um den Jitter zu reduzieren, aber während Wettbewerber ihn bei CPIs von etwa 3.000 implementieren, ist der TrueMove Pro so präzise, dass er erst ab 5.000 CPI benötigt wird.

Kommen wir aber zurück: Die Sensei Ten wurde in ein Schaumstoff-Inlay gebettet und zeigt sich im ersten Augenblick eher schlicht und unverspielt. Die Form der Maus wurde einfach und in einem Guss gehalten. Das ermöglicht eine Nutzung für Rechts- und Linkshänder gleichermaßen. Das tief schwarze Auftreten ist sofort ansprechend und bietet mit seiner Black-Soft Touch Oberfläche einen optimalen Grip. Dank der Steelseries Engine können wir auch bei der Sensei Ten die Tasten frei belegen und programmieren. Insgesamt 8 Tasten plus das Stellrad bietet die Maus, welche auch alle selbst mit unterschiedlichen Haltungsgewohnheiten zu erreichen sind. Mit einem Gewicht von 92 Gramm hat Steelseries die Maus für den eSports-Bereich optimiert, von dem ein Gamer daheim natürlich auch profitiert. Mit einer Kabellänge von 2 Metern kann die Sensei Ten vielseitig eingesetzt werden und bietet damit auch genügend Spielraum für große Gamingtables oder Schreibtische. Für Anhänger der RGB-Beleuchtung bietet uns Steelseries ein beleuchtetes Stellrad und Firmenlogo, welches sich in der Steelseries Engine auch farblich definieren lässt.


Software & Handhabung 

vielseitig und robust

Das Anschließen der Maus versteht sich mit dem USB-A Stecker von selbst und wer schon die Steelseries Engine auf seinem Rechner hat, dem wird die Sensei Ten automatisch hinzugefügt. Für uns ist die Software nichts neues und lässt auch im ersten Augenblick kaum Wünsche offen. Hier können wir alle Tasten nach Herzenswunsch belegen, die CPI des True-Move-Senors einstellen, die Polling-Rate wählen, das Angle-Sampling definieren, die Beschleunigung und Verzögerung unseren Bedürfnissen anpassen sowie das farbliche Erscheinungsbild des Stellrades und des Logos anpassen. Natürlich gibt es auch einen Makro-Editor, von dem wir aber der Fairness halber immer Abstand nehmen. Insgesamt fünf Konfigurationen können wir uns abspeichern, um auch in unterschiedlichen Spielen und Anwendungen immer optimal bedient werden zu können.

Im Grunde ist das alles viel fachchinesisch, mit dem selbst wir uns immer wieder aufs Neue beschäftigen müssen. Aber Steelseries macht es uns auch diesmal wieder sehr einfach und lässt uns einfach probieren. Letztendlich finden wir mit einigen Klicks in der Software unsere optimale Einstellung und zeigen uns zufrieden. Entscheidend ist doch zum Schluss die Handhabung und wie wir damit klar kommen. Die Sensei Ten ist im Vergleich zu unser geliebten Rival 710 wesentlich leichter und es Bedarf ein wenig Umgewöhnung. Mit ihrem Gewicht von knapp unter 100 Gramm ist das aber schnell geschehen und harmoniert zusammen mit unserer Apex Pro Tastatur und dem Prism Cloth Mauspad wunderbar. Es wirkt alles wie für einander bestimmt. Die Sensei Ten darf gerne als ultimative Waffe bezeichnet werden, da sie jede harte Bewegung einfach wegsteckt. Mal ein „Frustschlag“ auf den Tisch oder gar ein festes Zupacken macht ihr einfach nichts aus. Sie ist in ihrer Bauart so robust gefertigt worden, dass sie für jeden Wettkampf gerüstet ist. Das erinnert uns ein wenig an Wimbledon, wenn Tennisspieler ihrer Schläger mal zu Boden warfen und dann ganz einfach weiter gemacht haben. Das muss die Maus einfach abkönnen, wird sich Steelseries gedacht haben und hat das auch so umgesetzt.

So muss die Maus auch nicht immer flächig aufliegen und reagiert trotz leichten „Lupfern“ weiterhin sehr präzise. Hier kommt wohl die neue Technologie des TrueMove-Sensors zum Einsatz. Während wir bei anderen Mäusen in der Handhabung immer mal wieder nachsetzten mussten, arbeitet die Sensei Ten unaufhörlich weiter. Lags oder andere Aussetzer sind erst gar nicht in Erscheinung getreten und haben uns in entscheidenden Situationen zum Nachdenken gebracht. Sie läuft sehr treu und authentisch über das Mauspad und das alles ohne viel Kraftaufwand. Sie macht einfach das, zu der sie bestimmt wurde.. Sicherlich ist auch sie nicht perfekt, denn je nach Person kann diese Maus auch nicht jedem gerecht werden. Aber sie dürfte garantiert 99,9 Prozent der Gamer mehr als nur zufrieden stellen.


Fazit 

ein wahres Schwert im Kampf 

Es gibt Dinge die sich bewährt haben und nicht neu erfunden werden müssen. Die Steelseries Sensei Ten ist dafür ein gutes Beispiel. Doch ganz ohne Veränderungen kommt sie nicht daher. Die Oberfläche wurde griffiger und bissiger gestaltet um jeder Zeit optimalen Halt bieten zu können. Ihre Karosserie wurde verstärkt, um für jeden Kampf gerüstet zu sein – egal ob nun in der linken oder rechten Hand. Mit der bekannten Steelseries Engine bietet sie heute schon mehr als man damals nur zu träumen wagte. Optimal ausgelegt für jede Hand. Ansprechend im Preis ist sie eine Maus die schnell an die Erfolge der Sensei Xai anknüpfen wird. Die Sensei Ten wurde gebaut um zu spielen, um zu siegen und der Freund an der Seite eines jeden Gamers zu sein. 

 

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