[ TEST ] XPG Spectrix S20G: Schnelle Eyecatcher-Gaming-SSD

Wer heutzutage einen Gaming-PC sein Eigen nennt, der setzt auf die modernen und schnellen PCIe NVMe M.2 Festplatten. Diese werden direkt auf dem Motherboard platziert und sparen gegenüber herkömmlichen 3,5 Zoll und 2,5 Zoll Festplatten nicht nur deutlich an Platz, sondern sind in ihrer Geschwindigkeit deutlich überlegen. Wir haben die neuste Datenspeicher-Waffe von XPG, ein Unternehmen von Adata, für euch getestet. Die XPG Spectrix S20G wurde erst Anfang des Jahres von XPG angekündigt und auf den Markt gebracht.

Die Spectrix S20G bietet eine PCIe-Gen3x4-Schnittstelle und eine Unterstützung von SLC-Caching und Host-Memory-Puffer mit Geschwindigkeiten von 160K/190K IOPS beim zufälligen Lesen/Schreiben. Die Optik der XPG Spectrix S20G zeigt eine markante x-förmigen RGB-Beleuchtung im Kühlkörper und mit einer Leistung von 2500/1800 MB pro Sekunde der Lese-/Schreibgeschwindigkeiten kann sie sich vorab auch sehen lassen. Die XPG Spectrix S20G ist NVMe-1.3-konformen und mit 3D-NAND-Flash hergestellt worden. Sie funktioniert mit allen aktuellsten Intel- und AMD-Plattformen, das bietet stressfreie Kompatibilität. Die Spectrix S20G unterstützt LDPC- (Low Density Parity Check) Fehlerkorrekturcode-Technologie zur Erkennung und Behebung einer Vielzahl von Datenfehlern. Und mit AES-256-Verschlüsselung gewährleistet sie Datensicherheit und -integrität. Aktuell ist sie in den Größen von 500 GB und 1 TB erhältlich. Die Preise fangen bei amazon.de bei rund 75 Euro an.

Die neue M.2 Festplatte von XPG steckt in einem kleinen rot-bedrucktem Karton, auf dessen Rückseite auch einige technische Daten zu lesen sind. Wir widmen uns umgehend dem Inhalt und packen das Schätzchen aus. Außer der Festplatte, die in ihrer Größe eher an einen USB-Stick erinnert, findet sich sonst nichts im Karton. Grundsätzlich ist auch kein Zubehör nötig und selbst der Einbau geht recht schnell und einfach. Umsteiger von einer herkömmlichen SSD auf eine M.2 Festplatte sollte unbedingt sich die notwendige Schraube zur Befestigung besorgen. Jene kleine „Uhrwerks-Schraube“ liegt nie bei den M.2 Festplatte bei.

Technische Daten und Leistungstest

Wie schnell ist die denn?

Die XPG Spectrix S20G wird ohne Probleme auf unserem MSI MAG X570 Tomahawk WIFI Mainboard erkannt. Nach dem Einbau widmen wir uns dem Geschwindigkeitstest sowie dessen RGB-Beleuchtung. Bei der XPG Spectrix S20G liegt uns eine Kapazität von einem Terabyte vor. Außerdem bietet Adata noch weitere Speichergrößen von 512 Gigabyte an. Die Speicher sind im 3D-NAND-Technik aufgebaut und sind daher platzsparender einzusetzen. Der Formfaktor von M.2 2280 bedeutet, das die Festplatte im Next Generation Form Factor gebaut ist und bezeichnet den neuen Anschlusstyp und spiegelt außerdem die Größe der Platte wider. Die Abmessungen betragen von 80 x 22,1 x 7,55 mm und alles bei einem Gewicht von gerade mal 10,4 Gramm. Die Schnittstelle ist PCI-Express der 3. Generation mit 4 Lanes. Damit lasten wir die Festplatte optimal aus und können die mögliche Leistung ganz ausschöpfen. Diese wird vom Hersteller mit maximalen Geschwindigkeiten von 2500 MB/s beim Lesen und 1800 MB/s beim Schreiben von Daten, sowie 160K/190K IOPS beim zufälligen Lesen/Schreiben angegeben. Zur Überprüfung zogen wir Crystal Diskmark 7 hinzu, um den Flashspeicher zu testen.

Die Angaben des Herstellers mit der maximalen Geschwindigkeiten von 2500 MB/s beim Lesen und 1800 MB/s beim Schreiben von Daten wurde hier ohne Probleme erreicht, wobei die Angaben 160K/190K IOPS beim zufälligen Lesen/Schreiben nicht ganz erreicht wurden. Das kann aber an unserem System liegen und den getätigten Einstellungen. In unserem System wurde die Festplatte nicht als Systemfestplatte zum Starten von Windows 10 verwendet. Ihre Aufgabe liegt eher im Speichern unserer Spiele und dem Auslagern von Fotos und Musik.

Mit unserem MSI-Mainboard können wir die Festplatte mit der Steuersoftware „Dragon-Center“ farblich und in den Effekten an das gesamte RGB-System anpassen. So fügt sie sich nahtlos ein und sorgt für ein cooles Bild im Gehäuse. Sollte man zusätzlich Software für die RGB-Funktionen benötigen, so findet man ein passendes Tool dafür auf der Herstellerseite. Schade nur, dass das XPG-Logo nicht mit leuchtet – Das würde der Festplatte im RGB-Modus noch die Krone aufsetzen.

Fazit

Modern, schnell & bunt

Mit der Spectrix S20G liefert XPG eine M.2 Festplatte, die definitiv ihr Geld wert ist. Gerade mit der schnellen Lese-/Schreibgeschwindigkeiten in Kombination der steuerbaren RGB-Beleuchtung findet der Gamer genau das, was er benötigt, um seine Spiele und das System flott laden zu können. Der Leistungszuwachs ist spürbar und das macht letztendlich richtig Spaß, nicht erst hier noch einen Kaffee kochen zu müssen, bis alles steht. Die Preise sind mit 75 Euro für 512 GB und 150 Euro für die Version mit 1 TB absolut in Ordnung und laden geradezu zum Kauf ein. Mit einer 5-Jahres-Garantie und 2 Millionen Betriebsstunden, bietet XPG noch einiges Extra.  Vergleichbare Festplatten gibt es für das Geld meistens nur ohne RGB-Beleuchtung.

XPG Spectrix S20G 500GB RGB 3D NAND PCIe Gen3x4 NVMe 1.3 M.2 2280 interne SSD
  • Formfaktor und Schnittstelle: M.2 2280 PCIe Gen3x4 NVMe 1.3
  • Sequentielle R/W-Leistung: bis zu 2500/1800 MB/s *Die tatsächliche Leistung variiert je nach Systemkonfiguration und Anwendung
  • Anpassbare RGB-Lichteffekte für Ihr Thema
Viktor Kaczmarek
Seit Anbeginn der Datasette von Computergames begeistert. Spielt alles was sich bewegt und für Atmosphäre sorgt. Nimmt gerne Peripherie unter die Lupe und auch auseinander, es bleiben immer Schrauben übrig. Germany 48.406558, 9.791973