Bild: Astragon

Willkommen in Angel Shores: Der Bus Simulator 21 im Test

Stillalive Studios und Astragon Entertainment veröffentlichten am vergangenen Dienstag, den 7. September 2021 den Bus Simulator 21 und natürlich haben wir den neusten Simulator von Astragon Entertainment getestet.

Astragon Entertainment veröffentlichte mit dem Bus Simulator 21 am 7. September 2021 den 6. Teil der Bus Simulator-Reihe. Der erste Bus Simulator erschien am 13. Dezember 2007.

Ersteindruck & Gameplay
Willkommen in Angel Shores

Der Bus Simulator 21 ist durch seine überschaubaren Größe von 4,4 GB schnell auf unserer Festplatte installiert und bringt uns zügig ins Hauptmenü. Doch bevor es richtig losgeht, müssen wir unseren eigenen Busfahrer erstellen, wobei der Charakter-Editor nicht soviel zu bieten hat, was Körper und Kleidung angeht. Im Anschluss können wir uns zwischen die Maps „Angel Shores“ (Amerika) und der Bus Simulator 18 Map „Seaside Valley“ (Europa) entscheiden, wobei wir die zweite Map erst auswählen können, sobald wir die Einführung von Angel Shores abgeschlossen haben. Danach können wir uns zwischen die Schwierigkeitsgrade Tagesreisender (Einfach), Purist auf Rädern (Mittel), Beauftragter (Schwer) und Hardcore entscheiden. Hiernach können wir unser Bus-Unternehmen gründen. Dabei werden uns verschiedene Optionen geboten: Sandbox, Tutorial und Name der Firma. Wir können aber davon ausgehen, dass wie im Vorgänger noch weitere Maps und DLC’s geboten werden.

Nachdem wir unser Unternehmen gegründet haben, finden wir uns im Anschluss auf dem Busbahnhof wieder. Dort erzählt uns eine nette Frau den Umgang mit unserem neuen Gefährt. Dabei können wir uns zwischen 3 Bussen entscheiden: Mercedes-Benz Citaro K, Man Lion’s City M (A47) und den Setra S416 LE Buisness. Wir haben uns für den Mercedes-Benz entschieden und machen uns als Erstes vertraut. Dabei assistiert uns die nette Dame und erklärt den ein oder anderen Handgriff. Das Fahren selbst wurde einmal mehr der bekannten Steuerung aus diversen Rennspielen entnommen.

Haben wir im Anschluss auf unserm Fahrersitz Platz genommen, wird uns die grundlegende Bedienung des Buses durch eine nette Frau näher gebracht. Dabei können wir die Cockpitperspektive auswählen, aber auch eine Außenansicht nutzen. Es gibt auch im Bus Simulator 21 wieder viele Knöpfe und Schalter, welche per einfachen Klick betätigt werden können. Türen schließen, Motor starten, Licht einschalten oder den Fahrscheinautomaten bedienen. Allerdings können wir mit dem Aktions-Menü (Steuerkreuz nach links) den Bus einfacher bedienen. Zahlreiche Tasten und Schalter wurden aber der Bequemlichkeit halber auf den Controller gelegt. Das geht manchmal schneller und benötigt weniger Blicke, wo was auf dem Amaturenbrett angebracht wurde.

So können wir endlich das Gaspedal durchdrücken. Aber müssen auch aufpassen, das wir keine Gegenstände anfahren, den Blinker sauber setzen und auch die Geschwindigkeit einhalten, denn dafür bekommten wir extra Punkte und Geld. Eine Unfall oder Raserei wirken sich negativ auf unser Bus-Unternehmen aus.

Wie im Vorgänger geht auch im Bus Simulator 21 die Steuerung mit dem Controller sehr gut von der Hand. Auch wie die Busfahrer im realen Leben müssen wir uns auch im Spiel an den Fahrplan halten.

Grafik & Sound
es geht besser!

Stillalive Studios hat für den Bus Simulator die Unreal Engine 4 zum Einsatz genommen. Diese zeigt uns detaillierte Fahrzeuge und bringt uns damit die lizenzierten Busse näher. Leider können wir das von unserem Umfeld, mit all unseren Verkehrsteilnehmern, nicht sagen. Diese haben eher alle eine Statistenrolle erhalten und sind nur nettes Beiwerk. Die Stadt wirkt sehr lebhaft und so fahren auch zahlreiche Bewohner mit uns. Allerdings ist es uns öfters aufgefallen, dass unter anderem Bäume erst später laden.

Grafisch erinnert der Bus Simulator 21 wie sein Vorgänger wieder an ein PS3-Spiel und ist leider nicht mehr zeitgemäß. So wirken unter anderem die liebevollen Details an unserem Bus zu verschwommen oder gar unscharf. Selbst in Regenpfützen spiegelt sich unser Busfahrer nicht wider. Hochauflösendes 4K oder HDR ist auch im neusten Teil der Reihe nicht vorhanden, auch wenn es bei diesem Spiel weniger wichtig ist, hätte es dem Spiel nicht geschadet. Dafür bietet uns das Game eine deutsche Lokalisierung und auch die Motoren-Geräusche von den Bussen, sowie Verkehrsteilnehmern klingt meistens unterschiedlich.

Umfang
Mehr Busse, Marken und vieles Mehr

Stillalive Studios und Astragon Entertainment bietet uns mit dem Bus Simulator 21 die umfangreichste Busfahr-Spielerfahrung in der Geschichte der beliebten Bussimulator-Reihe.

Mit 30 offiziell lizenzierten Bussen von 10 weltweit bekannten Marken wie Mercedes-Benz, Volvo, Scania, BYD, Alexander Dennis, Blue Bird, Grande West, Setra, IVECO BUS und MAN steht uns im neusten Ableger der Reihe eine nie dagewesene Vielfalt an Busmodellen zur Auswahl – inklusive Stadtbussen, Gelenkbussen und erstmals auch E-Bussen sowie ein Doppeldecker!

Im Vergleich zum Vorgänger bietet der Bus Simulator 21 zudem gleich zwei riesige, lebendige Karten: Die nordamerikanisch inspirierte Stadt „Angel Shores“ und die aus dem Vorgänger bekannte europäische Stadt “Seaside Valley” inklusive der Gebiete der offiziellen Kartenerweiterung. Beide Karten warten mit einem noch freieren Open-World-Ansatz auf, der euch zum Erkunden einlädt: zum Beispiel um dem Bushändler direkt in der Spielwelt einen Besuch abzustatten oder euch auf die Suche nach versteckten Geheimnissen zu begeben – sei es alleine oder im kooperativen Mehrspielermodus mit bis zu drei weiteren Mitspielern.

Eine weitere Neuerung stellt der fließende Tag- und Nachtwechsel samt dynamischem Wetter dar. Außerdem erhalten wir erstmals die Möglichkeit, auf Komfortfunktionen wie Schnellreisen zu allen wichtigen Punkten der Karte zuzugreifen, die Zeit zu einem beliebigen Punkt vorzuspulen, und die Busse unserer Mitspieler (Multiplayer) und der Angestellten oder KIs zu übernehmen. Frei nach dem Motto „Weniger Zeit in Menüs und mehr Zeit auf der Straße“ steht es uns frei, diese Optionen über das Kartenmenü oder direkt aus der Spielwelt zu nutzen.

Wenn uns das Busfahren alleine nicht genug ist, dürfen wir uns zudem über zahlreiche weiterentwickelte Management-Funktionen freuen, die auf Wunsch für noch mehr Spieltiefe sorgen. So lassen sich im Bus Simulator 21 nicht nur völlig frei eigene Routen erstellen, sondern es kann erstmals auch tiefergreifendes Mikromanagement betrieben werden, um so das Einkommen des eigenen Nahverkehrsunternehmens weiter zu optimieren: Angefangen beim Aufsetzen detaillierter Fahrpläne samt Stoßzeiten, bis hin zur effizienten Routenplanung unter dem Gesichtspunkt des wechselnden Passagieraufkommens zu unterschiedlichen Tageszeiten.

Während der Busfahrten erwarten uns reichlich Abwechslung. Neben der Vielfalt an unterschiedlichen Busmodellen mit unterschiedlichem Fahrverhalten sorgen herausfordernde Verkehrssituationen – wie z.B. enge Straßen, Gegenverkehr, Serpentinen, Busbahnhöfe, Nachtfahrten, Baustellen, Überlandfahrten, Schlaglöcher, Staus, Verkehrshindernisse und Bremsschwellen – dafür, dass wir immer wieder aufs Neue unser Geschick unter Beweis stellen dürfen. Zudem sollten Zufallsereignisse wie Verschmutzungen des Innenraums, Spezialwünsche der Passagiere, Schwarzfahrende, laute Musik und zugeparkte Einfahrtbuchten der Bushaltestellen natürlich nicht unbeachtet bleiben.

Damit unser Busunternehmen ganz nach unseren Wünschen im vollen Glanz erstrahlt, dürfen umfangreiche Optionen zur Gestaltung der Busse, des eigenen Charakters sowie der Uniform des Unternehmens natürlich nicht fehlen. So lassen sich Busse nicht nur farblich frei gestalten, sondern können auch mit einer großen Auswahl an Aufklebern, Komplettlackierungen und Werbungen verziert werden. Der neue Charaktereditor wartet unterdessen mit mehr als 15.000 Gestaltungskombinationen auf, mit denen sich das Aussehen der Busfahrer in puncto Körperbau, Kleidung, Hautfarbe, Frisur, Accessoires usw. nach Belieben anpassen lässt.

Fazit
Ganz nette Abwechslung

StillAlive Studios und Astragon Entertainment haben mit dem Bus Simulator 21 gute Leistung erbracht und das Spiel kann sich sehen lassen. Auch wenn das Spiel in Sachen Grafik besser aussehen könnte. Dafür bietet uns das Spiel erstmals einen Tag-/Nacht-Zyklus, womit das Spiel realer wirkt und es sind sogar Nachtfahrten möglich. Auch eigene Routen dürfen wir erstellen und fahren. Wie im Vorgänger können wir auch hier allerhand Busse bekannter Marken fahren und unser Bus-Unternehmen weiter ausbauen. Wir können dieses Game somit jeden Simulator-Fan empfehlen.

Der Bus Simulator 21 ist seit dem 7. September 2021 als Standard, sowie Extended Edition für den PC, die PlayStation 4 und Xbox One erhältlich. Dabei sind die Konsolenversionen natürlich auch auf den Konsolen der neuen Generation fahrtüchtig.

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Marcel Reise
25 Jahre | Männlich | aus Geseke | PlayStation, Nintendo Switch & Xbox One Gamer | PSN Trophy-Hunter | Redakteur bei Play-Experience.com