Capcom-Datenpanne: 11,77 Millionen Capcom-ID-Konten betroffen

Capcom bestätigt eine Datenpanne bei Capcom ID: 11,77 Millionen Konten betroffen, Passwörter und Kreditkartendaten blieben verschont. Worauf Nutzer jetzt achten sollten.

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Capcom: Datenpanne betrifft 11,77 Millionen Capcom-ID-Konten

Capcom hat am 22. Oktober 2026 eine Datenpanne bei seiner Online-Mitgliedschaft Capcom ID bestätigt: Ein Dritter hatte am 19. Oktober Zugriff auf Daten von 11.774.247 Konten, darunter 11,7 Millionen E-Mail-Adressen.

Laut Capcom wurden E-Mail-Adressen sowie systemseitige Angaben abgegriffen: Erstellungsdatum des Kontos, Datum und Uhrzeit der letzten Anmeldung, die Anzahl der Anmeldungen und die bei der letzten Anmeldung genutzte IP-Adresse. Bei 43 Konten fielen zusätzlich Geburtsdatum, Geschlecht, Land beziehungsweise Region und Spitzname in fremde Hände. Von den abgegriffenen Daten nicht betroffen sind die von den Nutzern selbst gesetzten Passwörter, wie Capcom mitteilt. Der Angreifer änderte aber bei 196 Konten unbefugt das Passwort; Capcom hat diese Passwörter inzwischen zurückgesetzt. Auch Kreditkartendaten seien nicht betroffen.

Das eigentliche Risiko: gefälschte Capcom-Mails

Wer eine Capcom-ID besitzt, kann die bei dem Dienst registrierte E-Mail-Adresse laut Capcom weiterhin nutzen. Das Unternehmen warnt aber ausdrücklich davor, dass die erbeuteten Informationen missbraucht werden könnten, um gefälschte E-Mails zu verschicken. Angreifer, die eine echte E-Mail-Adresse plus Anmelde-Metadaten kennen, können Nachrichten verfassen, die täuschend echt wirken, etwa zum Thema Kontosperrung oder Passwort-Reset.

Capcom bittet seine Kunden darum, bei verdächtigen E-Mails oder Nachrichten keine enthaltenen Links zu öffnen und keine Anhänge herunterzuladen: „Wenn Sie eine verdächtige E-Mail oder Nachricht erhalten, gehen Sie bitte vorsichtig um und greifen Sie nicht auf darin enthaltene URLs zu und öffnen Sie keine angehängten Dateien.“

Was Nutzer jetzt konkret tun können

Wer ein Capcom-ID-Konto führt, sollte eingehende Capcom-Mails kritisch prüfen: Links nicht anklicken, Anhänge nicht öffnen, Anmeldungen nur über die offizielle Website vornehmen. Sinnvoll ist außerdem ein Blick auf das eigene Konto, ob unerwünschte Änderungen vorliegen.

Capcom hat den Vorfall der Präfekturpolizei Osaka und der japanischen Datenschutzaufsicht Personal Information Protection Commission gemeldet. Wie das Unternehmen angibt, sind Notfallmaßnahmen abgeschlossen und die Angriffsmethode identifiziert und abgestellt; Details dazu nennt Capcom nicht. Von den Spielen selbst geht nach Capcoms Angabe keine Auswirkung aus. Betroffene Nutzer will das Unternehmen informieren; sollten weitere Angaben mit Offenlegungspflicht bekannt werden, stellt Capcom Updates auf seiner offiziellen Website bereit.

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