Hardware Test

[ TEST ] RAZER Kraken For Console – Erfrischende Kampfansage

Im Zuge eines breiten Angebots für die Gamer an der PlayStation 4, brachten die Amerikaner von Razer neben der Ripsaw HD Game Capture Card und dem offiziell für die PlayStation lizenzierten Seiren X Mikrofon, auch ein neues Headset für die Gamer an der Konsole. Die Rede ist vom Razer Kraken For Console.

Razer ist für mich keine unbekannte Marke. Nachdem wir schon mit dem Razer Blade 15 auf Reisen gehen konnten, das Razer Ifrit für Streamer vorstellt haben und auch das Razer Thresher 7.1 Ultimate Headset schon meine Ohren berauschen konnte, schaue und höre ich mir nun die Neuauflage des Kraken Headsets an. Das Razer Kraken For Console wird aktuell zu einem UVP von 79,99€ angeboten und ist neben der blauen Console Edition noch im bekannten Razer Green, Schwarz und in der rosafarbenen Quartz Edition erhältlich.

Razer ist ein in Kalifornien gegründeter Hersteller von Computerzubehör, speziell für Computerspieler. Die Geräte werden häufig nach Tieren benannt. Das Unternehmen wurde im Jahr 1998 von einem Team aus Ingenieuren und Wirtschaftlern gegründet, um eine High-End-Maus zu entwickeln und zu vermarkten. Diese als „Boomslang“ bezeichnete Maus, wurde als die weltweit erste Maus mit einer Auflösung von 1000 dpi beworben, mit der Behauptung, die Leistung der Spieler steigern zu können. Seit 2005 werden neben den Mäusen auch Mauspads und Gamepads angeboten. Weitere Bereiche die Razer mit Produkten abdeckt, sind Accessoires, Kleidung, Rucksäcke, Controller, Streaming-Equipment, aber auch verschiedene Gaming-Laptops.

Verarbeitung & Komfort

erfrischend, gut und passend 

Mit dem Kraken Wired Console Gaming Headset startet Razer die 3. Generation und bieten im ersten Anblick eine Ähnlichkeit zu seinen Schwestern, wie das Nari oder Thresher. Doch der Schein trügt, das Kraken Headset kann mit eigenen Akzenten aufwarten. So präsentiert Razer das Kraken im passenden Blau, um gezielt die PlayStation 4 Gamer ansprechen zu können. Auf eine offizielle PlayStation Lizenz wurde diesmal verzichtet, was sich somit auch im Preis bemerkbar macht. Das Razer Kraken Headset kann aber plattformübergreifend genutzt werden. Dafür sorgt der 3,5 mm Klinkenstecker und die beiliegende Y-Verlängerung für PCler.

Das Razer Kraken bietet eine leichte Aluminium-Konstruktion und wurde am Kopfband in Leder und blauen Stoff gefasst. Wie gewohnt, ziert der Razer-Schriftzug die Oberseite und auf den Deckeln der Ohrmuschel zeigen sich die 3 Schlangen. Etwas ungewohnt in Blau, aber passend. Zu den entscheidenden Neuerungen gehören die Ohrpolster. Razer spendierte dem Kraken eine mit Kühlgel gefüllte Ohrpolsterung, um einer übermäßigen Wärmeentwicklung entgegenzuwirken. Das bekomme ich auch gleich beim ersten Mal aufsetzen zu spüren. Ein kühles und erfrischendes Gefühl umfasst meine Ohren und sorgt mit seiner zweiteiligen Ummantelung von Leder und Stoff für ein wunderbares Tragegefühl. Die Ohrmuscheln sind zwar etwas bullig im Erscheinungsbild, dafür aber sehr wohlwollend für meine Ohren. Auch mit der Größe und der Passform bin ich sehr zufrieden. Hier hat Razer ein gutes Mittelmaß gefunden.

Die gesamte Verarbeitung zeigt mir die gewohnte Qualität aus dem Hause Razer. Saubere, weiche Kanten, eine stufenförmige Einstellung des Kopfbügels, dezent gehaltene Nähte sowie hochwertige Materialen. Passend dazu gibt es ein filigranes Kabel mit einer Remote-Control-Einheit für die Stummschaltung und Lautstärkeregelung. Damit es auch am PC genutzt werden kann, liegt ein gleichwertiges mit Textil ummanteltes Y-Verlängerungskabel bei. Leider hat Razer das Kabel fest mit dem Gehäuse verbunden. Das Erscheinungsbild passt sich wunderbar in die Razer-Familie ein, ist mir aber etwas zu fett und bullig im Design. Etwas weniger wäre mir lieber gewesen. Das Razer Kraken wirk allerdings sehr belebend, für das was ansonsten in dieser Preisklasse geboten wird.


Sound/ Klangbild 

ein Gaming-Headset

Dem Razer Kraken in der 3. Generation wurden 50 mm Neodym-Treiber spendiert, welche einen Frequenzbereich von 12 Hz – 28 kHz bei 32 Ohm bieten. Damit bietet Razer schon mal mehr, als so manches Konkurrenzprodukt. Das Klangbild ist sicherlich einmal mehr abhängig von seiner Quelle. So zeigt das Razer Kraken auch am einfachen PS4-Controller wahre Stärke und kann an externen Soundkarten nochmals ordentlich zulegen. Der Klang ist typisch für ein Gaming-Headset und bewegt sich eher im Höhenbereich, damit auch alle Schritte und Effekte wahrgenommen werden und nichts verloren geht. Die Mitten mischen sich sehr gut dazu, auch wenn diese schon etwas andeuten: Die Tiefen sind vorhanden, können aber nicht ganz zeigen, was ich mir erwünsche. In einem Shooter mag das absolut passend sein, aber dröhnende Motoren in Racern schlaffen etwas ab und machen aus einem monströsen V8-Motor eher einen sanften Turbomotor. Das ist aber bei vielen Gaming-Headsets so gewollt, denn dröhnende Panzer können schnell die Gegnerschritte, etwa in einem Spiel wie Battlefield, übertönen. In einem imposanten Abenteuer muss dafür mit einigen Abstrichen gerechnet werden. Es ist eben ein Gaming-Headset und kein Studiokopfhörer und in dieser Preisklasse ist schon kaum mehr möglich. Das Kraken Headset bietet ein breiten Raum für alle Sounds und Geräusche, diese sind definierbar, klar und auch deutlich zu orten. Alles richtig gemacht, auch wenn etwas die Action auf der Strecke bleibt.

Das Razer Kraken richtet sich an Gamer mit Lust auf Multiplayer. Spiele wie ein Call Of Duty oder Battlefield machen richtig Laune, während ein Tomb Raider oder God Of War dann nicht ganz so ihre audiophilen Stärken zeigen können. Hören, viel hören, einfach alles hören steht hier im Vordergrund und da braucht sich auch das Razer Kraken nicht verstecken. So nehme ich das Kraken gerne für Spiele zur Hand, bei Filmen oder gar Musik greife ich dann doch lieber zum Kopfhörer.


Mikrofon/ Verständigung

lasst uns zocken !

Beim Mikrofon setzt Razer weiterhin auf das Altbewährte und somit kann das Mikrofon aus der linken Ohrmuschel gezogen werden oder es gar dort wieder verschwinden lassen. Hier handelt es sich um unidirektionales ECM-Arm-Mikrofon mit einem Frequenzbereich von 100 Hz – 10 kHz. Damit schrammt Razer am gewünschten Bereich von 80 Hz – 12 kHz vorbei. Das tut nicht weh und dürfte für eine klare und verständnisvolle Kommunikation in einem Spiel ausreichen. Auch auf dem Discord oder im Teamspeak gab es keine Probleme. Nur wer gerne und viel streamt, der sollte dann doch zum passenden Razer Seiren greifen, da hier ein wesentlich breiteres Frequenzband geboten wird. Das Razer Kraken Mikrofon ist gut, wir werden verstanden, kommen aber etwas höhenlastig und blechern herüber. Die Natürlichkeit meiner Stimme geht etwas verloren, verstummt aber weder, noch verfälscht es diese zu sehr.

Es ist wie bei fast allen Gaming-Headsets: Es wird auf eine klare und saubere Verständigung gesetzt, die mit den höchsten Ansprüchen die Kommunikation ermöglicht, ohne dass wir undeutlich und verfälscht herüber kommen. Dabei werden die Umgebungsgeräusche zurückgehalten, damit nur wir mit unserer Stimme zur Geltung kommen. Das ist nicht optimal aber perfekt für die Anweisung und Gespräche in einem Spiel. …einem Pop-Schutz hätte ich mir gewünscht, der fehlt leider.


Fazit 

das Beste was es für diesen Preis zu kaufen gibt

Mit dem neuen Kraken Wired Headset bietet Razer vielen Gamern ein mehr als nur gutes Gaming-Headset in dieser Preisklasse. Die Verarbeitung sowie die Auswahl der Materialen sprechen einmal mehr für den hohen Anspruch den Razer an sich selber stellt. Mit einem überzeugenden klaren und sauberen Klangbild dürfen sich die Gegner demnächst warm anziehen, ich höre sie, bevor ich sie sehe und damit sehe ich sie wohl eher als ihnen lieb ist. Ist das Skill ? Sicherlich nicht aber es hilft meinen Skill zu pushen. Egal ob nun am PC oder an einer der vielen Konsolen – Das Razer Kraken macht immer eine gute Figur und sorgt ganz nebenbei für den Satz heiße Ohren bei meinen Gegnern, während meine Lauscher ganz kühl und erfrischt bleiben. Das gibt es tatsächlich für unter 80 Euro!  Mein Favorit und Sieger in dieser heiß umkämpften Preisklasse. 

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