Anfang des Jahres präsentierte der dänische Anbieter von Gaming- und E-Sports Peripheriegeräten, SteelSeries, die Rival 3 Maus und die Apex 3 Tastatur. Mit den neuen Produkten möchte SteelSeries die Innovation und Leistung ihrer Premium-Produkte nun auch einem breiteren Publikum zugänglich machen und Gamern, die immer noch langweilige, traditionelle Büro-Peripheriegeräte zum Spielen verwenden, mit einem Portfolio überzeugen, die sich jeder Gamer leisten kann. Wir haben die Rival 3 Maus in Kombination mit der Apex 3 Tastatur getestet. Die Apex 3 Tastatur wird zu einem Preis von 79,99€ und die Rival 3 Maus zu einem Preis von 39,99€ angeboten.

SteelSeries ist ein 2001 gegründetes, dänisches Unternehmen, welches unter dem Namen Soft Trading seinen Ursprung fand. Soft Trading konnte sich schnell einen Namen machen, da man sich auf die Produktion von Icemat- und Steelpad Mauspads spezialisierte. Erst im Jahr 2007 fand das Unternehmen zu seinem heutigen Namen. Durch die Übernahme des nordamerikanischen Herstellers von Gaming-Peripheriegeräten Ideazon, baute SteelSeries sein heutiges Portofolio aus. Weitere Investitionen im Jahr 2012 durch eine US-amerikanische Beteiligungsgesellschaft, machten SteelSeries zu einem der bekanntesten und erfolgreichsten Unternehmen im Bereich Gaming-Peripherie. Heute sponsert SteelSeries eine Vielzahl an eSportlern und ist Partnerschaften mit vielen bekannten Namen im Gaming-Bereich eingegangen.


Ersteindruck & Verarbeitung 

wahre SteelSeries Familienmitglieder 

Steelseries präsentiert seine neue Einsteigerserie in bekannter Manier. Die Verpackungen zeigen sich mit orangefarbenen Applikationen, die uns das Produkt mit einigen Bildern und einer Beschreibung, die Features näher bringen. Lobend müssen wir auch erwähnen, dass Steelseries die Verpackung auf ein Minimum reduzierte und rein auf Kartonage setzt. Nur die Tastatur mit ihrer Handballenauflage und die Maus wurde zusätzlich in Folie gehüllt, was wir auf einen hygienischen Hintergrund zurückführen. Unnötigen Styropor oder Schaumstoff zur Polsterung haben wir nicht vorgefunden. So haben wir uns auch gleich ans Auspacken gemacht und die Apex 3 samt Rival 3 auf unserem QcK Prism Cloth Mauspad platziert. Nun können wir gleich bei diesem Test die beiden Produkte der 3er Serie einem ersten Handshake unterziehen.

Tastatur

Die Apex 3 präsentiert sich auf den ersten Blick in Größe und Erscheinung wie unsere geliebte Apex Pro. Die Unterschiede offenbaren sich optisch nur beim fehlenden OLED-Smart-Display und dem zusätzlichen USB-Anschluss. Die Tastatur wurde in ein hochwertiges Polymergehäuse gepackt, das zudem wasserresistent gegen verschüttete Flüssigkeiten nach dem IP32 Standard ist. So können Staubpartikel und Fremdkörper bis zu einer Größe von 2,5 mm der Tastatur nichts anhaben und Spritzwasser unter 15 Grad schaden der Apex 3 genauso wenig. Von einer Dusche oder einem Bad würden wir aber dringend absehen. Ebenso wie die Apex Pro verfügt die Apex 3 über ein dezidierten Multimedia-Regler zum leichten Anpassen von Lautstärke und anderen Medienparametern, das zwar ohne OLED-Smart-Display auskommen muss aber über 4 LED´s dennoch in der Funktion deutlich gemacht wird. Mit Hilfe der SteelSeries-Engine (Update-Stand 3.17.6) können wir die 10-Zonen-RGB-Beleuchtung personalisieren, die auf Games und Discord reagiert. Diese Engine spendiert der Apex 3 auch gleich eine aktuelle Firmware. Im Mittelpunkt der Apex 3 stehen aber sicherlich die neuen flüsterleisen Gaming-Schalter, die laut SteelSeries einer Haltbarkeit von über 20 Millionen Anschlägen vertragen. Dieses Flüstern zeigt sich schon beim Tippen von diesem Text und ein Wohlwollen macht sich breit. Mit der beiliegenden Handballenauflage erhöht sich unser Wohlwollen um weitere lieb gewonnene Punkte.

Maus 

Bei der Rival 3 sind wir anfänglich etwas ins grübeln gekommen: Sie erinnert uns mit ihrer Form an die begehrte Sensei Ten Gaming Mouse, kann aber bekannte Designelemente der Rival-Serie aufweisen. SteelSeries kombinierte hier wohl gleich zwei positive Effekte, die der Gamer in sein Herz geschlossen hat. Eingehüllt wurde die Rival 3 in ein ABS-Kunststoffgehäuse, das im Gesamten nur 77 Gramm auf die Waage bringt. So wird SteelSeries den Ansprüchen des E-Sport dann auch gleich noch gerecht.  Mit 6 Tasten und einer 3-Zonen-Beleuchtung wird das Bild äußerlich abgerundet. Im Herzen der Maus finden wir den optischen Gaming-Sensors TrueMove Core vor, der ein echtes 1-zu-1-Tracking ermöglicht. Die positiven Eigenschaften konnten wir schon bei der Rival 710 Mouse verspüren und geben es auch nicht mehr her. Geführt wird die Maus über die unten liegende Gleiter, die sich erst auf einem Steelseries Mauspad so richtig wohl fühlen und das ganze Potenzial der Rival 3 in der Handhabung zeigen. Mit ihrem inneren Speicher können wir unsere Einstellungen auch problemlos an der Xbox One nutzen.


Software & Handhabung 

Überzeugend trotz schwachem RGB

Die Apex 3 Tastatur und Rival 3 Maus lassen sich schnell und unkompliziert an jeden PC und Laptop anschließen und werden automatisch von der kostenlosen SteelSeries Engine erkannt. Hier lassen sich neben neben der RGB Beleuchtung auch weitere Einstellungen personalisieren. Auffallend dabei ist, dass sich sowohl bei der Apex 3 als auch bei der Rival 3 die RGB Beleuchtung nur in Zonen beleuchten lässt. Eine gezielte Beleuchtung der Tasten ist leider nicht möglich. Das wäre gerade für die WASD-Tasten sehr wünschenswert gewesen. So ist das dann auch bei der Maus: Das Logo sowie die „RGB-Unterbodenbeleuchtung“ lässt sich nur in Zonen beleuchten. Dafür können wir bei der Tastatur das Layout definieren, zahlreiche Tasten im Makroeditor verknüpfen und auch die Pollingrate an unsere Bedürfnisse anpassen. Bei der Maus stehen ebenso viele Möglichkeiten bereit: CPI Geschwindigkeit, Beschleunigung und Verzögerung, Pollingrate, Angel-Snapping sowie eine freie Belegung der Tasten im Makroeditor. Wie schon angesprochen, können wir die RGB-Beleuchtung bei der Tastatur in 10 Zonen und bei der Maus in 3 Zonen anpassen. Dafür punkten beide Produkte mit einer Unterstützung der hauseigenen PrismSync um alles in einem Bild der Beleuchtung erstrahlen zu lassen. Auch hier können wir die Tastatur und Maus mit weiteren Spiele-Apps belegen. Die Auswahl ist zwar nicht sehr groß aber hier können wir uns auch eine eigene App erstellen – für unsere Spiele.

Sehr positiv fällt uns die Handhabung auf. Die Rival 3 Maus gleitet fasst wie ein Hovercraft über unser Mauspad, während alle mechanischen Tasten sehr gut auf unsere Eingaben reagieren. Das Stellrad verfügt über einen spürbares Einrasten und gerade das geringe Gewicht der Maus lässt uns den Cursor schnell dahin bewegen, wo wir es uns wünschen. Die Größe der Maus darf gerne als perfekt bezeichnet werden und lässt uns die Maus im Klauen- oder im Fingerspitzengriff handhaben. Obwohl SteelSeries die Maus für Rechtshänder konzipiert hat, lässt die gleichmäßige Form auch eine Handhabung für Linkshänder zu. Hier werden die seitlichen Tasten dann halt mit dem Ringfinger statt mit dem Daumen bedient. Das ist nicht mit jeder Rechtshänder-Maus möglich und einmal mehr kommt das angelehnte Design an die Sensei Ten zum Tragen. Die Rival 3 verfügt über einen internen Speicher, der es uns erlaubt unsere in der SteelSeries-Engine getätigten Einstellungen, mit an die Xbox One und PlayStation 4 zu nehmen. Das Kabel mit einer Länge von 180 cm ist zwar nicht mit Textil ummantelt worden, darf aber gerne als ausreichend und robust genug bezeichnet werden.

Der erste Tasteneinschlag bei der Apex 3 Tastatur sorgte für Erstaunen, da SteelSeries mal wieder nicht zu viel versprochen hat. Die Tasten sind wirklich sehr leise und das nervtötende Schreibmaschinen-Geklapper hat unsere Ohren nicht belästigt. Das führt SteelSeries auf ihre extrem haltbare POM-Gummidomschicht zurück, die zehnmal haltbarer ist als gewöhnliche Tastaturmaterialien. Flüsterleise können wir in die Tasten hauen, während die Ergonomie uns sehr anspricht – das sind wir aber von der Apex Pro schon gewöhnt und wollen wir auch nicht mehr missen. Rein vom Gehäuseaufbau spiegelt sich die Apex 3 mit der Apex Pro, da alle Tasten genauso angeordnet wurden, es eine Dreiwege-Kabelführung gibt und auch das Stellrad zur Multimediabedienung seinen gewohnten Platz eingenommen hat. Der Druck den wir ausüben müssen um einen Befehl auszuführen, fühlt sich sehr angenehm an. Es ist eine Mischung zwischen einer Gaming- und einer Home-Office-Tastatur. Damit lässt sich die Apex 3 auch gleich doppelt nutzen und ist nicht nur für Gamer entwickelt worden. Als Extra liegt der Apex 3 Tastatur eine magnetische Handballenauflage bei, die nicht nur die Ergonomie unterstützt, sondern sich auch schnell entfernen und wieder anbringen lässt.


Fazit 

Die Suche hat ein Ende

Mit der Apex 3 und Rival 3 bringt der dänische Anbieter von Gaming- und E-Sports Peripheriegeräten, zwei wunderbare Produkte auf den Markt, die sich wirklich jeder Gamer leisten kann und zudem in die schöne Welt von SteelSeries führt. Die Maus ist mit ihrem Preis sehr ansprechend und bietet viele Features bei einer sehr leichtläufigen Handhabung. Mit der Tastatur baut SteelSeries auf ihr Topmodell auf und punktet vor allem bei den leisen Tasten, die ein sehr angenehmes Gefühl bei jedem Tastenanschlag erzeugen. Beide Produkte überzeugen mit ihrer Materialauswahl und der sauberen Verarbeitung. Wer schon immer auf der Suche nach einem preisfreundlichen Einstieg von Gaming-Peripherie war, kann seine Suche nun beenden. Wir können der Apex 3 und Rival 3 unsere volle Empfehlung aussprechen. 

(Dieser Text wurde mit der Apex 3 und Rival 3 erstellt)

Viktor Kaczmarek
Seit Anbeginn der Datasette von Computergames begeistert. Spielt alles was sich bewegt und für Atmosphäre sorgt. Nimmt gerne Peripherie unter die Lupe und auch auseinander, es bleiben immer Schrauben übrig. Germany 48.406558, 9.791973