Bild: XPG & PE

[ TEST ] XPG Defender Pro – luftiges PC-Gehäuse im schicken Design

Der taiwanesische Speicherkarten-Hersteller ADATA bemüht sich nun schon seit einigen Jahren, im viel umkämpften Angebot der PC-Gehäuse Fuß zu fassen und mit den XPG Battlecruiser und dem XPG Invader ist es bereits gelungen, Gehäuse auf dem Markt verbringen, die PC-Enthusiasten staunend aufblicken ließen. Der XPG Defender Pro ist die konsequente Nachfolge aus den jüngsten Erfolgen. Wir haben uns das PC-Gehäuse ganz genau angeschaut und geben unser Fazit.

Das Design
Jede Menge Luft

Auf der Vorderseite des XPG Defender Pro zeichnet sich eine kreuz und quer verlaufende Linienstruktur ab, die als Muster Ausschnitte in Form von Quadraten abbilden. Diese Quadrate sind durchlässig gestaltet, und ermöglichen, das kühlende Luft ins Gehäuse eindringen kann. Ein Paar XPG Vento 120 ARGB Lüfter helfen dabei, den Luftstrom anzutreiben. Gleichzeitig sind die Lüfter mit LEDs ausgestattet, die sich individuell programmieren lassen und das Gehäuse in den gewünschten RGB-Farben erstrahlen lassen.

Die Oberseite des Gehäuses ist ebenfalls stark perforiert, um einen zusätzlichen Luftstrom zu gewährleisten. Magnetische Siebfilter befinden sich sowohl in der Front als auch in der Oberseite des Gehäuses, um zu verhindern, dass Staub und größere Verschmutzungen ins Innere gelangen.

Über die Blende auf der rechten Seite des XPG Defender Pro gibt es nicht viel zu sagen: Es ist ein einfaches Blech aus SPCC-Stahl. Die linke Seite besteht aus 3 mm dickem gehärtetem Glas, und dieses Panel erwies sich außerordentlich schwer zu öffnen. Erst mit beiden Händen und unter kräftigem Ziehen, hatten wir es geschafft, das Glaspanel zu entfernen. In Anbetracht der Tatsache, dass die Platte hauptsächlich aus Glas besteht, war das beunruhigend.

Die Seitenwand ließ sich nach dem anfänglichen Tauziehen leichter entfernen, aber es ist immer noch eine größere Aufgabe als bei den meisten anderen Seitenwänden.

Die Rückseite des Gehäuses ist ebenfalls stark perforiert. Auf dieser Fläche befindet sich ein dritter Vento 120 ARGB-Lüfter, der vorinstalliert ist. An der Oberseite des Gehäuses ist auch noch Platz für bis zu drei 120-mm-Lüfter, aber nicht für einen 360-mm-Radiator. Laut Datenblatt werden auf der Oberseite bis zu 280-mm-Radiatoren unterstützt.

Der Einbau
Oft einfach und komfortabel, nur manchmal etwas fummelig

Der Montageort für das Netzteil (PSU) befindet sich bei diesem Gehäuse in der unteren hinteren Ecke, genau wie bei den meisten modernen Gehäusen. Aus irgendeinem Grund hat sich ADATA jedoch entschieden, beim XPG Defender Pro keine abnehmbare Netzteilhalterung zu verwenden, ein Komfort, der die Montage deutlich erleichtern kann. Infolgedessen ist die Montage eines Netzteils im XPG Defender Pro nicht ganz so einfach wie bei diesen beiden Gehäusen, aber mit etwas Fingerspitzengefühl ist auch das flott erledigt. Wir müssen die Netzteilkabel nur etwas vorsichtiger führen, wenn wir die erste Netzteilschraube eindrehen.

Das Gehäuse bietet Platz für bis zu vier Speicherträger. Zwei der Montageplätze befinden sich in einem Festplattenkäfig an der Unterseite. Diese Halterungen sind der beste Ort, um Speichergeräte in diesem speziellen Gehäuse hinzuzufügen, weil die beiden Montagehalterungen hier keine Werkzeuge benötigen. Die Laufwerke werden einfach in die Halterung eingedrückt, und das Ganze gleitet dann an seinen Platz. Diese Halterungen können jeweils ein 2,5-Zoll- oder ein 3,5-Zoll-Laufwerk aufnehmen.

Die anderen beiden Einbauplätze nehmen nur 2,5-Zoll-Laufwerke auf, und diese werden am besten zuletzt verwendet, wenn die beiden ersteren Plätze bereits belegt sind. ADATA hat versucht, den Aufwand für die Montage von Laufwerken zu reduzieren.  Hier sind Metallstopfen auf einer Seite der Halterungen angebracht. Diese gleiten in die Schraublöcher an der Seite der Festplatte oder SSD. Das bedeutet, dass nur zwei statt vier Schrauben benötigt werden, um einen Datenträger zu montieren.

Klingt in der Theorie gut, aber jetzt die schlechte Nachricht. Denn die genannten Halterungen sind fest mit dem Mainboard-Tray verbunden und können nicht entfernt werden. Und das macht die Arbeit mit dem Schraubenzieher umständlich.

Jedes Mal, wenn wir ein Laufwerk in diese Halterungen einschrauben (oder aus ihnen herausschrauben) wollen, reibt der Schraubendreher am Mainboard-Tray. Der Tray selbst ist dann beim Drehen des Schraubendrehers im Weg und macht das Hinzufügen von Laufwerken schwieriger, als es sein müsste.

Die Grafikkarte hingegen kann sowohl vertikal als auch horizontal im Gehäuse montiert werden. Das bedeutet aber auch, dass das Montagezubehör von Drittanbietern und ein Riser-Kabel benötigt werden, um eine Karte stehend zu montieren, was in der Regel eine Investition von ca. 50 Euro zusätzlich bedeutet. Bei PC-Gehäusen in dieser Preisklasse um die 100 Euro ist diese vertikale GPU-Hardware fast nie im Lieferumfang enthalten. Das ist wichtig zu wissen.

XPG DEFENDER PRO unterstützt E-ATX-Motherboards mit den Abmessungen (H x B x T) 492 x 220 x 441 (mm).

Unterstützte Grafikkartenlänge: bis zu 380 mm

Unterstützte CPU-Kühlerhöhe: bis zu 170 mm unterstützte Netzteillänge: bis zu 220 mm

Das Fazit
Die (fast) perfekte Hülle für den heimischen Selbstbau-PC

Das ADATA XPG Defender Pro kommt in einem modernen und unaufgeregten Look daher. Das Oberflächen-Design ist nicht nur schick anzuschauen, sondern gibt der innenliegenden Hardware jede Menge Öffnungen, damit frische Luft angesogen und warme Luft abgegeben werden kann. Bis zu sechs Lüfter bieten eine Luftzirkulation, die Hitzestaus effektiv vermeiden kann. Im Gehäuse selbst ist für große Mainboards Platz genug und bietet auch für Case-Modder Möglichkeiten für aufwändige Custom-Designs. Besonders praktisch ist, dass sich die Seitenteile an der Front, der Rückseite und an der Oberseite sehr einfach und schnell abnehmen lassen. Diese haften lediglich per Magnethalterung am Gehäuse. Die dahinterliegenden Staubfilter-Gitter lassen sich dadurch ohne Stress reinigen.

Etwas weniger schön ist eigentlich nur, dass sich einzelne Teile – allen voran das Glaspanel – so schwer vom Gehäuse trennen lassen und dass die Montage der Datenträger sich als unnötig fummelig erweisen kann.

ADATA XPG Defender Pro – ARGB – Mid-Tower – ATX – Gaming-PC-Gehäuse – Frontblende aus ARGB Mesh – Linke Seite aus gehärtetem Glas – 3 Lüfter ARGB XPG Vento 120 enthalten (weiß)
  • ADATA XPG Defender Pro – ARGB – Mid-Tower – ATX – Gaming-PC-Gehäuse – Frontblende aus ARGB Mesh – linke Seite aus gehärtetem Glas – 3 Lüfter ARGB XPG Vento 120 enthalten (weiß)
  • ADATA XPG Defender Pro – ARGB – Mid-Tower – ATX – Gaming-PC-Gehäuse – Frontblende aus ARGB Mesh – linke Seite aus gehärtetem Glas – 3 Lüfter ARGB XPG Vento 120 enthalten (weiß)
  • ADATA XPG Defender Pro – ARGB – Mid-Tower – ATX – Gaming-PC-Gehäuse – Frontblende aus ARGB Mesh – linke Seite aus gehärtetem Glas – 3 Lüfter ARGB XPG Vento 120 enthalten (weiß)