[ TEST ] DOOM ETERNAL: Ancient Gods 1 – Mehr Dämonen für die SWITCH

Nachdem das Hauptspiel auf der Nintendo SWITCH uns durchaus überzeugen konnte, haben wir nun einen Blick auf die erste Story-Erweiterung Ancient Gods Part One geworfen. Ob Doom hier so gut weiter macht, wie es aufgehört hat, erfahrt ihr in unserem Test.


Ersteindruck
Eine würdige Erweiterung.

Nach dem kurzen Intro, dass uns in aller Kürze erzählt, worum es im Kern geht, werden wir auch direkt ins erste Gefecht geworfen. Und genau wie im Hauptspiel heißt es auch hier: Rennen, hüpfen und ballern was das Zeug hält. Die der Schauplatz sich aber auf hoher See befindet und einer Bohrinsel sehr ähnlich ist, ist ein wenig Vorsicht angesagt. Völlig wildes und unkontrolliertes Gehampel wird mit ziemlicher Sicherheit zum vorzeitigen Bildschirmtod führen.


Gameplay
Rennen, hüpfen und ballern².

Wie auch das Hauptspiel setzt auch The Ancient Gods Part One auf viel Bewegung und jede Menge Rumgehüpfe a lá Super Mario. In den manchmal etwas verwinkelten Arealen ist dabei auch ein bisschen Geschicklichkeit notwendig. An sonsten landet ihr schnell mal an einem Hindernis, oder stürzt in einen grausamen Tod. Alles in allem dürfte aber kein DOOM-erfahrener Spieler irgendwelche Probleme haben. Für den Fall, dass ihr eine Weile nicht gespielt habt, empfehlen wir aber erstmal ein paar Proberunden, denn der Schwierigkeitsgrad ist deutlich höher als im Hauptspiel. Hier muss man stellenweise sogar von unfair sprechen.

Eine Sache ist uns dann noch aufgefallen: Wir werden das seltsame Gefühl nicht los, das DOOM Eternal (+ Ancient Gods) auf der Nintendo SWITCH ein geringeres Spieltempo hat, als auf den „größeren“ Plattformen. Das ist zwar nicht Bestandteil der Bewertung, aber wir wollen es wenigstens mal erwähnt haben.

Auf der Nintendo SWITCH macht DOOM Eternal eine extrem gute Figur.

Umfang/Inhalt
Ein wenig getrickst.

Je nachdem, wie ihr spielt und wie gut ihr voran kommt, dürfte die Spielzeit von The Ancient Gods Part One bei den meisten irgendwo zwischen 5 und 7 Stunden liegen. Dabei kommt an vielen Stellen allerdings auch das Gefühl auf, dass hierfür ein wenig getrickst wurde. Eine Sache, die wir (der testende Redakteur GANZ besonders) wie die Pest hassen, ist, dass man oft nicht die geringsten Ahnung hat, wie man z.B. an einen bestimmten Punkt kommt. Man muss aber da hin, um voran zu kommen. Oft rennt man minutenlang planlos durch die Gegend, weil absolut nicht ersichtlich ist, wo der Weg ist. Und trotzdem gibt es keine Hilfen oder sonstige Unterstützung. Auch der Radar, auf dem die Richtung zum Ziel angezeigt wird, ist hier mitunter absolut keine Hilfe. Spätestens, wenn die Geduld an ihrem Ende angekommen ist, übersieht man den dann Weg erstrecht. Ein wenig Suchen und erforschen ist ja an Sich ganz schön und kann durchaus Spaß machen. Vor allem wenn es viele Secrets usw. zu entdecken gibt, aber hier (und auch im Hauptspiel) hat man es in diesem speziellen Punkt etwas übertrieben. Andere Spiele machen das deutlich besser. Zum Beispiel durch klareres erkenntlich machen des Weges, oder gelegentliche Hinweise die z.B. eingeblendet oder aus dem Off gegeben werden.


Grafik/Sound/Technik
Eine teuflische Augenweide.

Da wir DOOM Eternal bereits auf der Nintendo SWITCH getestet haben (unseren Test findet ihr HIER) können wir es an dieser Stelle kurz halten.

DOOM ohne Kettensäge ist ein DOOM! / Ancient Gods Part 1

Optisch unterscheidet sich The Ancient Gods Part One logischerweise nicht vom Hauptspiel. Und auch wenn wir es im Test zum Hauptspiel schonmal erwähnt haben: Es sieht auf der Nintendo SWITCH fantastisch aus. Mit dem PC oder Next Gen kann es natürlich nicht mithalten, aber wer erwartet das schon? Hier kann man Bethesda für die tolle Optimierungsarbeit auch ruhig mal loben.

Auch akustisch gibt es keine besonderen Ergänzungen zu den Bewertungen vom Hauptspiel. Die Soundkulisse ist toll und der Soundtrack passt perfekt. Bei einem Vergleich mit der Version auf der XBox Series X hatten wir allerdings das seltsame Gefühl, dass der Sound der SWITCH-Version nicht ganz so „satt“ rüber kommt, sondern ein kleines bisschen schwächer. Das ist aber eher eine gefühlte Wahrnehmung und fließt nicht in die Bewertung ein. Wir wollen es aber dennoch nicht unerwähnt lassen.

Rein technisch ist uns auch nichts aufgefallen, was man besonders erwähnen müsste. Keine Bugs, Glitches oder sonstige Fehler, die als solche zu erkennen gewesen wären.


FAZIT

Das Doom Eternal auf der Nintendo SWITCH eine sehr gute Figur macht, haben wir in unserem Test zum Hauptspiel ja schon festgestellt. Mit Ancient Gods Part One macht Bethesda genau da weiter, wo sie aufgehört haben. Das Tempo ist gewohnt hoch, die Dämonen sind gewohnt böse und das actionreiche und teilweise stressige Geballer macht mordsmäßig Laune. Nur der Schwierigkeitsgrad hätte gern ein bisschen weniger pervers ausfallen können, denn leider wirkt The Ancient Gods Part One dadurch an einigen Stelen unfair und übertrieben hart. Alles in Allem kann man aber von einer durchweg gelungenen Erweiterung sprechen, die jeden Fan von Doom Eternal zufriedenstellen dürfte.

Der Test wurde auf der Nintendo SWITCH durchgeführt. Einiges wurden zum Vergleich auf der XBox Series X ebenfalls getestet.

DOOM Eternal Standard | Nintendo Switch - Download Code
3 Bewertungen
DOOM Eternal Standard | Nintendo Switch - Download Code
  • Erlebt mit DOOM Eternal das Nonplusultra in Sachen Geschwindigkeit und Durchschlagskraft – das nächste Level knallharter First-Person-Action durch idTech 7. Mit einem schultermontierten Flammenwerfer, der ausfahrbaren Klinge, verbesserten Waffen, neuen Fähigkeiten und mehr wird man zum ultimativen Dämonenschlächter.
  • Nehmt euch von den Gegnern, was ihr braucht: Gesundheit durch Glory Kills, Rüstung mithilfe des Flammenspeiers und Munition durch Kettensägen-Kills.

 

Christian Genschow
Gottgleicher Web- & Videoredakteuer für Games und so nen Kram